Frausein allein ist für qualifizierte Jobs zu wenig

Schmied will 100%igen Frauenanteil durchsetzen

Wien, 04-02-2008 (fpd) - Weil Österreich nach einem EU-Bericht am unteren Ende der Skala zu finden sei, wolle Unterrichtsministerin Schmied nun bei den Uni-Räten einen 100%igen Frauenanteil durchsetzen. Aus Freiheitlicher Sicht solle man jedoch auch bei diesem Thema die "Kirche im Dorf lassen". In erster Linie müsse auf die Eignung für eine Aufgabe geachtet werden, so heute die Bundesvorsitzende "Initative Freiheitlicher Frauen", Bundesrätin Monika Mühlwerth.

Trete der Fall ein, dass sich für eine Stelle gleich viele Männer wie Frauen eignen, so käme das Bundesgleichbehandlungsgesetz zur Anwendung. Dieses besagt, dass bei gleicher Eignung der Frau der Vorzug gegeben werden muss, bis eine 50%-Quote erreicht werde. Interessanterweise werde jenes Gesetz umgekehrt nicht angewendet. In den Wiener Volksschulen, bei einem Anteil von 98% weiblichen Direktoren, kommt das Gleichbehandlungsgesetz nie zur Anwendung, kritisierte Mühlwerth.

Es sei durchaus zu befürworten, dass mehr Frauen in verantwortungsvolle Positionen kommen. Aber auch bei den Frauen sollte allein die Befähigung dafür zählen und nicht irgendeine Frauenquote. Gerade mit einer solchen Vorgangsart würde man den Frauen einen schlechten Dienst erweisen, ist Mühlwerth überzeugt.

Viel wichtiger wäre es hingegen, sich darum zu kümmern, dass die Einkommensunterschiede von 20% zwischen Männern und Frauen ausgeglichen werden. Das betreffe nämlich alle Frauen. Es sei nicht einzusehen, warum Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer. Hier sei tatsächlich ein dringender Handlungsbedarf gegeben, so Mühlwerth abschließend. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002