• 04.02.2008, 07:09:36
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Plassnik zu den serbischen Wahlen: "Ein europäisches Vertrauensvotum"

Außenministerin zum Ausgang der serbischen Präsidentenwahlen

Wien (OTS) - "Mit der Wiederwahl von Präsident Tadic hat sich die
serbische Bevölkerung für eine vorwärts gewandte Politik
entschieden", kommentierte Außenministerin Ursula Plassnik den
Ausgang der gestrigen serbischen Präsidentschaftswahlen. "Die Wahl
war eine Absage an die Rezepte von gestern und ein Votum für eine
zukunftsorientierte Fortsetzung des europäischen Weges. Sie ist ein
europäisches Vertrauensvotum."

"Die hohe Wahlbeteiligung hat gezeigt, dass sich die Menschen der
richtungsweisenden Bedeutung dieser Wahl bewusst waren. Der
ordnungsgemäße Ablauf der Wahlen und die rasche Anerkennung des
Wahlergebnisses hat zudem erneut eindrucksvoll die demokratische
Reife des Landes unter Beweis gestellt", so die Außenministerin
weiter.

Der relativ knappe Wahlausgang sei gleichzeitig ein politischer
Handlungsauftrag für Präsident Tadic: "Als Präsident aller Serbinnen
und Serben ist es nun an ihm, tragfähige Brücken zu bauen, um alle
Bürger in den europäischen Reform- und Integrationsprozess
einzubeziehen."

"Wir wollen der serbischen Bevölkerung dabei weiterhin tatkräftig
zur Seite stehen. Ziel ist es, Serbien näher an die Europäische Union
heranzuführen und letztendlich in die EU zu bringen. Serbien Platz
ist und bleibt im neuen gemeinsamen Europa", erneuerte Plassnik ihre
Unterstützung für Belgrad. "Daher sehen wir der Unterzeichnung des
politischen Interimsabkommens am 7. Februar in Brüssel als wichtigem
Schritt entgegen. Österreich wird sich auch weiterhin für die baldige
Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens
einsetzen", unterstrich Plassnik die Bedeutung dieses Abkommens, das
die Beziehungen zwischen Serbien und der EU bis zu einem künftigen
Beitritt in umfassender Weise regelt.

"Die Abkommen sind Teil unserer Ermutigungsstrategie. Wir wollen
Europa für die serbische Bevölkerung auch greifbar machen. Ein
besonderes Anliegen ist es mir dabei, dass die Menschen Europa auch
ganz konkret persönlich erleben und spüren können. Deshalb setze ich
mich seit langem hartnäckig für Visaerleichterungen und eine
Wegskizze in Richtung Visaliberalisierung ein. Es freut mich, dass
diese Bemühungen unter den EU-Partnern auf fruchtbaren Boden gefallen
sind und nunmehr konkret daran gearbeitet wird", erklärte die
Ministerin mit Hinweis auf die vergangene Woche begonnenen
Verhandlungen mit der Europäischen Kommission.

"Serbien steht zweifellos vor großen Herausforderungen. Bei den
anstehenden schwierigen Entscheidungen muss der Blick in die Zukunft
gerichtet bleiben. Die Serbinnen und Serben werden ihre Talente und
Fähigkeiten auf dem Weg nach Europa engagiert nützen", zeigte sich
Plassnik von den Zukunftschancen Serbiens überzeugt. "Alle Staaten
und Völker des Balkans werden ihren Platz in der Europäischen Union
finden. Grenzen werden dann an Bedeutung verlieren und die
Zusammenarbeit als Partner im Vordergrund stehen. Das europäische
Einigungswerk hat gezeigt, dass Konflikte der Vergangenheit unter
einem gemeinsamen europäischen Dach gelöst werden können" so Plassnik
abschließend.

Rückfragehinweis:

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   und internationale Angelegenheiten
   Presseabteilung
   Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
   Fax: ++43 (0) 50 1159-213 
   mailto:[email protected]
   http://www.aussenministerium.at
   http://www.bmeia.gv.at

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