- 01.02.2008, 16:04:00
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"KURIER"-Kommentar von Nicholas Bukovec: Versachlichung, bitte!
Parteitaktisch motivierte Schnellschüsse werden die Teuerung nicht stoppen.
Wien (OTS) - Ausgerechnet das hochkomplexe Thema Teuerung hat die
SPÖ gewählt, um Stimmung in eigener Sache zu machen. Es stimmt schon:
Die Preissteigerungen bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln machen
den Beziehern kleiner Einkommen (SPÖ-Kernklientel) besonders zu
schaffen. Denen muss geholfen werden. Nur: So wie die SPÖ ihre
Sozial-Offensive angelegt hat, droht mehr Schaden als Nutzen.
Die vom Kanzler geforderte Einmalzahlung etwa würde dringend
benötigte Budgetmittel für die geplante Steuerreform wegfressen. (Die
sollte laut SPÖ gerade die Kleinen nachhaltig entlasten.) Außerdem
würde das Geldgeschenk die Inflation weiter anheizen.
Die Schuldigen an der Teuerung hat die SPÖ auch schon gefunden:
die ÖVP-Minister. Wahrheit ist, dass in den vergangenen Monaten
internationale Entwicklungen die großen Preistreiber waren.
Leider ist die ÖVP in das populistische Spiel eingestiegen. Sie
macht SPÖ-Politiker für die Preisschübe verantwortlich (Stichwort
ORF-Gebühren).
Man kann nur hoffen, dass sich die Debatte versachlicht.
Parteitaktisch motivierte Schnellschüsse sind keine tauglichen Mittel
im Kampf gegen die Teuerung.
Rückfragehinweis:
KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
[email protected]
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