ÖAMTC: Unfälle an Bahnübergängen - Club fordert Maßnahmen

Systematische Unfallursachenforschung dringender denn je

Wien (OTS) - Erst heute ist es wieder zu einem tragischen Unfall
an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Steiermark gekommen. Alleine im vergangenen Jahr sind die tödlichen Unfälle an Bahnübergängen im Vergleich zu 2006 um 50 Prozent gestiegen. "Diese Tendenz darf sich heuer keinesfalls fortsetzen", sagt ÖAMTC-Chefjurist Hugo Haupfleisch. "Die Unfallursachen liegen oft im Dunkeln. Man kann es sich nicht so einfach machen und die Schuld allein beim Autofahrer suchen. Eine systematische Unfallursachenforschung ist dringender denn je."

Eine Unfallkommission mit Vertretern von Bahn, Straßenerhaltern, Polizei, Technikern, Psychologen und Vertretern der Autofahrer sollte jeweils unmittelbar nach schweren Unfällen an Eisenbahnkreuzungen zusammenkommen und die Unfallursachen erheben. "Aus den Erkenntnissen ließen sich Schlüsse darauf ziehen, welche Maßnahmen zielführend sind, um die tödliche Unfallserie zu stoppen", so der ÖAMTC-Chefjurist. "Auch kurzfristige Maßnahmen wären damit möglich, z.B. die Beseitigung von Sichthindernissen." Als mittelfristiges Ziel nennt der Club eine schrittweise Reduktion der Anzahl der unbeschrankten Bahnübergänge. Der Club wird seine Forderungen auch im Rahmen des Verkehrssicherheitsbeirates einbringen.

Bereits im vergangenen Jahr wurden eine Reihe von Einzelmaßnahmen gesetzt, um Bahnübergänge sicherer zu machen. So wurden in einigen Bundesländern neue Markierungen angebracht und die Erkennbarkeit von Lichtsignalanlagen optimiert. "Die Unfalltendenz zeigt aber, dass die Problematik noch lange nicht entschärft ist", sagt der ÖAMTC-Chefjurist abschließend.

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