• 30.01.2008, 16:05:00
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: Eine ganze halbe Sache

Endlich ist auch die ÖVP dafür, Teilzeitstudenten nicht voll zahlen zu lassen.

Wien (OTS) - Frohe Kunde aus dem Wissenschaftsressort:
Hochschüler, die nicht voll studieren können, weil sie nebenbei
arbeiten (müssen), zahlen ab 2009 nicht mehr voll. Wer die Hälfte der
Leistungen der Uni beansprucht, entrichtet die Hälfte der Gebühren.
Das ist vernünftig, weil gerecht. Zudem wird es mehr Berufstätige zu
einem Studium motivieren, die bisher davon gelassen haben, weil sie
nicht für zwei Uni-Stunden pro Woche 363 Euro im Semester berappen
wollten. Neben geringeren Kosten könnte sie ein - längst nötiges -
besseres Angebot zur Weiterbildung reizen: Viel mehr
Lehrveranstaltungen am Abend. Da müssen freilich die Hochschulen
mitspielen. Die verlieren mit der neuen Regelung ja Geld.
Angesichts der Vorteile für die Uni-Kunden stellt sich die Frage:
Warum ist die ÖVP erst jetzt dafür? Rote und Grüne drängen seit
Langem auf die Halbe-halbe-Lösung. SPÖ-Mann Broukal war mit dieser
Variante bereits 2003 bei der damals zuständigen Ministerin Gehrer
abgeblitzt (während ihrer Regentschaft sind die Gebühren eingeführt
worden). Mag sein, dass das jähe Engagement der ÖVP für Studenten mit
der baldigen Wahl in Niederösterreich zu tun hat. In dem Fall hätte
ein Wahlkampf ein Mal etwas Gutes gebracht.

Rückfragehinweis:
KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
[email protected]
www.kurier.at

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