- 30.01.2008, 13:46:02
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Rübig: Mehr Energieeffizienz hilft Klimaziele erreichen
EU will Energieverschwendung bei Gebäuden und Elektrogeräten bekämpfen
Brüssel, 30. Jänner 2008 (ÖVP-PD) "In Österreich steigt der
Energieverbrauch pro Jahr um 2 bis 3 Prozent. Wenn wir diesen Zuwachs
substantiell eindämmen, können wir die Klimaziele zur Reduktion der
Treibhausgasemissionen und zur Steigerung des Anteils von
Erneuerbaren Energien leichter erreichen", sagte heute der
Energiesprecher des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlament, Dr.
Paul Rübig, anlässlich der heutigen Plenardebatte des Europäischen
Parlaments über den EU-Aktionsplan zur Energieeffizienzsteigerung.
"Energieeffizienz ist das kostengünstigste und am unmittelbarsten
verfügbare Instrument zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen. Wir
verfügen bereits heute über ein breites Spektrum an
energieeffizienter Technologie. Energiesparen lässt sich damit
schnell verwirklichen", so Rübig weiter. ****
Besonderes Augenmerk müsse auf die derzeitige Energieverschwendung
bei Gebäuden und Geräten gelegt werden. "Viele Gebäude vergeuden
kostbare Energie wie ein Sieb. Hier gibt es ein sehr großes
Einsparpotential - und wer weniger Energie verschwendet, zahlt auch
weniger für seine Stromrechung. Davon profitieren die Umwelt, die
Energiesicherheit und die Verbraucher", betonte Rübig. "Energiesparen
ist sinnvoll, notwendig und technisch machbar. Dafür müssen wir aber
auch ein entsprechendes Bewusstsein bei den Menschen schaffen", so
Rübig weiter. "In dem Bericht des Parlaments zum Aktionsplan habe ich
daher die Forderung nach einem europäischen Aktionstag für
Energieeffizienz durchgesetzt."
Der EU-Aktionsplan verfolgt einen strategischen Ansatz sowohl für den
Gebäude- als auch für den Gerätesektor. "Im Gebäudebereich werden
mehr als 40 Prozent unserer Energie verbraucht. Der Aktionsplan sieht
daher sowohl strenge Normen für Neubauten als auch Maßnahmen zur
Verbesserung der Energieeffizienz von Altbauten vor. 2050 werden 75
Prozent unseres Gebäudebestandes Altbauten sein. Hier müssen wir
ansetzen. Doppelverglasungen, Dachdämmungen - all das sind
vergleichsweise simple Maßnahmen mit großem Resultat", betonte Rübig.
Bei Neubauten will das Europaparlament einen raschen Übergang zu
Maßstäben, die an Passivhäuser zu legen sind. "Wir haben die
Technologie und das Wissen für den Bau von Passivhäusern mit
minimalem Heiz- und Kühlbedarf. Diese Technologie muss zum Standard
bei Neubauten werden", forderte Rübig.
Auch beim Einsatz von Elektrogeräten kann sehr viel getan werden. Die
EU-Kommission schlägt die Einführung eines dynamischen
Kennzeichnungssystems für Geräte vor, weiters sind Maßnahmen geplant,
mit denen die Produkte mit der schlechtesten Energieeffizienz vom
Markt genommen werden. "Das muss nach einem strengen Zeitplan
umgesetzt werden, damit es auch wirklich einen Erfolg bringt.
Gleichzeitig müssen auch die Verbraucher mehr Energiebewusstsein
entwickeln: Licht nur in den Räumen, in denen man sich aufhält.
Heizen und Lüften mit Maß und Ziel. Fernseher abschalten statt
Standby. So kann jeder seinen Beitrag leisten, sinnvoll Energie zu
sparen und dem Klimawandel entgegenzuwirken", sagte Rübig
abschließend.
Rückfragen: Dr. Paul Rübig MEP, Tel.: +32-2-284-5749
([email protected]) oder Mag. Philipp M. Schulmeister,
EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
([email protected])
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