• 29.01.2008, 11:54:06
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  • OTS0137 OTW0137

Überschuldung privater Haushalte wird immer größer

Schabl: Zuwachs von jungen SchulderInnen nimmt ständig zu

St. Pölten (NLK) - "Die Überschuldung privater Haushalte stellt
auch in Niederösterreich ein immer größer werdendes Problem dar",
sagte heute, Dienstag, 29. Jänner, Landesrat Emil Schabl in St.
Pölten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dr. Roswitha Mikusch
von der Schuldnerberatung Niederösterreich. Die Statistik der
Schuldnerberatung Niederösterreich zeige, dass von 2005 bis 2007 die
Beratungen um 23 Prozent und die Schuldenregulierungsverfahren, also
die so genannten Privatkonkurse, sogar um 139 Prozent gestiegen
seien. Die Durchschnittsverschuldung sei 2007 mit 75.900 Euro
"katastrophal hoch geblieben". Die Zahl der Personen, die 2007
erstmals mit der Schuldnerberatung Niederösterreich Kontakt
aufgenommen hätten, sei um 11 Prozent, jene der abgeschlossenen
Betreuungsfälle um 7 Prozent gestiegen. Auch seien um 30 Prozent mehr
telefonische Beratungen zu verzeichnen, die
Schuldenregulierungsverfahren seien 2007 um 40 Prozent gestiegen,
erläuterte Schabl.

Die Schuldnerberatung Niederösterreich mit 22
SchuldnerberaterInnen und sieben Verwaltungskräften in den fünf
Beratungsstellen Zwettl, Horn, Wiener Neustadt, St. Pölten und
Amstetten verzeichne, so Schabl, "als Alarmsignal" in den letzten
fünf Jahren einen Zuwachs von jungen SchuldnerInnen von 9 auf gut 15
Prozent. Als Hauptursache für diese Verschuldung würden die jungen
KlientInnen zwischen 18 bis 25 Jahren ihr Konsumverhalten angeben.
Daher sei die Präventionsarbeit auch an Schulen verstärkt fortgesetzt
worden: In Niederösterreich konnten 2007 insgesamt 3.770 SchülerInnen
über die verschiedenen Ursachen der Finanzprobleme und ihre
Bekämpfung aufgeklärt werden.

Der Schuldnerberatung Niederösterreich sei vor kurzem das
Gütesiegel als "staatlich anerkannte Schuldenberatung" verliehen
worden, erklärte Mikusch. Man sei somit eine von zehn anerkannten
Schuldenberatungen, die einer strengen Qualitätskontrolle und
regelmäßigen Prüfverfahren unterliegen würden.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12312
http://www.noe.gv.at/nlk

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