Studie: Onlineforschung in Österreich 2008

Wien (OTS) - Schnell, multimedial, geringe Kosten: Das sind aus Sicht der Befragungsteilnehmer der Studie "Onlineforschung in Österreich 2008" des 'Expertenforum Online-Forschung' die drei Hauptvorteile von Onlineforschung. Befragt wurde das Fachpublikum das Expertenforums sowie Mitglieder der beiden Branchenverbände VMÖ und WWG. Forenmoderator Mag. Christian Führer: "Ziel der Studie war eine Standortbestimmung der Online Marktforschung in Österreich, die den innovativsten und jüngsten Bereich der Marktforschung darstellt und sich in den letzten Jahren bestens bewährt hat".

86% der Befragten haben unmittelbare Erfahrung mit Online-Marktforschung, wobei mehr als die Hälfte (56%) das erste Projekt innerhalb der letzten 4 Jahre durchgeführt hat. Entsprechend hoch ist das Wissen zum Thema: 84,1% fühlen sich gut informiert.

Das am häufigsten eingesetzte Instrument sind webbasierte Fragebögen, die von rund 70% der Befragten regelmäßig genutzt werden. An zweiter Stelle befinden sich bereits "Online Access Panels", also Datenverzeichnisse befragungswilliger Internetuser. Diese Panels werden von 45% der Befragten regelmäßig eingesetzt. Befragungen via SMS und MMS bzw. Mobile Blogs sind noch selten eingesetzte Instrumente, mit einer regelmäßigen Nutzung von rund 3%.

Interviews via Internet werden nach Einschätzung von rund 50% der befragten Personen im Jahr 2008 stark wachsen. Der Anzahl jener Personen, die sich als Umfrageteilnehmer in den Panels anmelden, wird von rund 35% der Befragten ein starkes Wachstum attestiert. Diese Entwicklung erklärt sich durch ein vermehrtes Auftreten von Panel-Anbietern, in denen 25% der Respondenten eine stark wachsende Branche sehen.

Wie zufrieden ist man aber mit den österreichischen Onlinern im Vergleich zu den Offline- Marktforschern? Die besten Noten gibt es für die "Dauer der Projektabwicklung" sowie das "Preis-Leistungs-Verhältnis", am kritischsten wird die Responserate beurteilt.

Repräsentativität ist ein heiß diskutiertes Thema in der Online-Marktforschung, immerhin sehen fast zwei Drittel darin den größten Nachteil. "Die Repräsentativitätsdiskussion wird von Jahr zu Jahr weniger geführt und mit steigender Internetdurchdringung obsolet. Als Expertenforum nehmen wir die Sorgen der Branche sehr ernst und werden heuer in Veranstaltungen zu diesem Thema informieren.", so Mag. Christian Führer vom 'Expertenforum Online-Forschung'.

Resümierend stellt die Studie der Branche ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Die Akteure wissen zunehmend die Vorteile der neuen Methode zu schätzen, immer mehr Online-Forscher entwickeln innovative methodische Ansätze und wissen das Potenzial der Online Marktforschung zu nutzen. Vorbehalte wegen mangelnder Repräsentativität in bevölkerungsrepräsentativen Studien bestehen weiterhin, werden aber mittel- und langfristig der Vergangenheit angehören. Die Branche befindet sich immer noch im Aufbruch, es wird ihr von allen Seiten großes Wachstum prognostiziert.

Expertenforum Online Forschung

Das 'Expertenforum Online-Forschung' ist eine institutions- und unternehmensübergreifende Plattform von Online-Forscherinnen und -Forschern in Österreich, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, auf breiter Basis eine Diskussion um Potenzial und Grenzen der Online-Forschung zu führen. Damit schafft das Forum Platz für Erfahrungsaustausch, womit das Thema Online-Forschung in Österreich nachhaltig gefördert wird und neue Maßstäbe in Qualitäts-Fragen gesetzt werden. Neben der engen Kooperation mit Verbänden wird daher auch die Zusammenarbeit mit Universitäten gesucht.

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