• 28.01.2008, 16:05:38
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Energie AG: Bewertungsgutachten stellt keine Grundlage für Landtagsbeschluss dar

Frais: "Keine Dringlichkeit für neuerliche Husch-Pfusch-Lösung"

Linz (OTS) - Maximal eine Verhandlungsgrundlage, aber keinesfalls
eine Beschlussgrundlage sieht SP-Klubchef Dr. Karl Frais im heute den
Landtagsklubobmännern übermittelten EAG-Bewertungsgutachten der UBS
und der Deutschen Bank. "Jene Banken, die auch den Börsegang der
Energie AG begleitet hätten, haben das Preisband für die Aktien als
sehr breit dargestellt. Ein Institut kommt auf 4 Euro
Schwankungsbreite pro Aktie, das andere gar auf 5,8 Euro - diese
großen Differenzen bieten keine aussagekräftige Grundlage für einen
Beschluss", kritisiert Frais. In der großen Schwankungsbreite bei der
Einschätzung des Unternehmenswerts spiegelt sich auch die
Unsicherheit am Aktienmarkt wider.

An Pühringer und Anschober appelliert der SP-Klubchef, nicht erneut
den Fehler des Börse-Beschlusses vom 5. Juli 2007 zu begehen und den
Landtag als Abstimmungsmaschinerie zu missbrauchen. "Unfertige und
halbfertige Lösungen - so liegen etwa keine Informationen über
Vorkaufsrechte oder andere vertragliche Bindungen vor - taugen nicht
für Dringlichkeitsbeschlüsse. Pühringer soll die vorhandenen Fakten
daher in den Gremien offen auf den Tisch legen, anstatt von einer
schlechten Lösung in die nächste zu hasten. Dieses unprofessionelle
Vorgehen des Landeshauptmanns wirft ein schlechtes Licht auf das Land
Oberösterreich und seine Unternehmenspolitik", macht Frais deutlich.

"Es ist höchste Zeit mit anderen öffentlichen Energieversorgern
seriöse Verhandlungen für eine partnerschaftliche West-Allianz zu
führen. Durch die VP/Grünen-Börsepläne ist viel Zeit verschwendet
worden. Jetzt darf nicht erneut der Fehler einer überhasteten
Scheinlösung gemacht werden. Deshalb sollen alle Entscheidungsträger
des Landes in den Landtagsgremien sachliche Verhandlungen führen, bei
denen die Eigentümerstruktur und die künftige Strategie der Energie
AG festgelegt werden. In diesen Verhandlungen müssen natürlich auch
die Bedürfnisse der Bevölkerung entsprechend berücksichtigt werden",
fordert der SP-Klubchef.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

Tel.: (o732) 7720-11313

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