Energie AG: Bewertungsgutachten stellt keine Grundlage für Landtagsbeschluss dar

Frais: "Keine Dringlichkeit für neuerliche Husch-Pfusch-Lösung"

Linz (OTS) - Maximal eine Verhandlungsgrundlage, aber keinesfalls eine Beschlussgrundlage sieht SP-Klubchef Dr. Karl Frais im heute den Landtagsklubobmännern übermittelten EAG-Bewertungsgutachten der UBS und der Deutschen Bank. "Jene Banken, die auch den Börsegang der Energie AG begleitet hätten, haben das Preisband für die Aktien als sehr breit dargestellt. Ein Institut kommt auf 4 Euro Schwankungsbreite pro Aktie, das andere gar auf 5,8 Euro - diese großen Differenzen bieten keine aussagekräftige Grundlage für einen Beschluss", kritisiert Frais. In der großen Schwankungsbreite bei der Einschätzung des Unternehmenswerts spiegelt sich auch die Unsicherheit am Aktienmarkt wider.

An Pühringer und Anschober appelliert der SP-Klubchef, nicht erneut den Fehler des Börse-Beschlusses vom 5. Juli 2007 zu begehen und den Landtag als Abstimmungsmaschinerie zu missbrauchen. "Unfertige und halbfertige Lösungen - so liegen etwa keine Informationen über Vorkaufsrechte oder andere vertragliche Bindungen vor - taugen nicht für Dringlichkeitsbeschlüsse. Pühringer soll die vorhandenen Fakten daher in den Gremien offen auf den Tisch legen, anstatt von einer schlechten Lösung in die nächste zu hasten. Dieses unprofessionelle Vorgehen des Landeshauptmanns wirft ein schlechtes Licht auf das Land Oberösterreich und seine Unternehmenspolitik", macht Frais deutlich.

"Es ist höchste Zeit mit anderen öffentlichen Energieversorgern seriöse Verhandlungen für eine partnerschaftliche West-Allianz zu führen. Durch die VP/Grünen-Börsepläne ist viel Zeit verschwendet worden. Jetzt darf nicht erneut der Fehler einer überhasteten Scheinlösung gemacht werden. Deshalb sollen alle Entscheidungsträger des Landes in den Landtagsgremien sachliche Verhandlungen führen, bei denen die Eigentümerstruktur und die künftige Strategie der Energie AG festgelegt werden. In diesen Verhandlungen müssen natürlich auch die Bedürfnisse der Bevölkerung entsprechend berücksichtigt werden", fordert der SP-Klubchef.

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SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

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