- 27.01.2008, 09:00:00
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"trend": Radikale Filialbereinigung
Adeg-Chef Poschner will auf 20 Filialen reduzieren
Wien (OTS) - Von den derzeit noch etwa 70 von der Adeg-AG
betriebenen Filialen sollen alle "bis auf 20 oder 30" geschlossen
oder selbständigen Kaufleuten übergeben werden, kündigt Adeg-Chef
Andreas Poschner in der kommenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins
"trend" an. Über 300 Jobs kostete 2007 bereits die Schließung von
rund 30 Filialen und des Lagers Bergheim.
Der Lebensmittelhändler ist derzeit erklärtes Übernahmeziel des
Marktführers Rewe Austria (Billa, Merkur, Penny), der 2006 bereits
24,9 Prozent der Anteile übernommen hat (vermutlich um lediglich rund
10 Millionen Euro). Der Deal ist - obwohl offiziell keine Fusion -
kartellrechtlich umstritten und steht nach wie vor unter scharfer
Beobachtung, zitiert der "trend" Theodor Thanner, Generaldirektor der
Kartellbehörde: "Die Ampel steht nur auf Gelb - die Frage ist, wie
sieht die Zusammenarbeit in einem Jahr aus".
Die aus über 600 selbstständigen Kaufleuten, Großmärkten (Magnet,
AGM) und eigenem Filialnetz bestehende Adeg wiederum ist bei
Quadratmeterumsätzen von unter 3000 Euro wirtschaftlich unter Druck.
Der derzeit diskutierte Konzernjahresabschluss 2006 ist angeblich
weit entfernt von den ursprünglichen Zielprognosen Poschners und
dürfte laut Aussagen aus Eigentümerkreisen ein Minus von knapp unter
20 Millionen Euro aufweisen (nach minus 22,8 Millionen Euro im Jahr
2005).
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
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