- 27.01.2008, 09:00:00
- /
- OTS0003 OTW0003
"trend": Libro Sammelklage
Der Prozessfinanzierer Advofin bereitet eine Libro-Sammelklage vor
Wien (OTS) - Der Prozessfinanzierers advofin wird in Sachen Libro
noch im ersten Halbjahr 2008 seine bisher größte Sammelklage
organisieren, zitiert der "trend" in seiner kommenden Ausgabe den
Gründer und Co-Geschäftsführer Franz Kallinger: "Alleine 8628
Gläubiger haben sich dem laufenden Libro-Strafprozess als
Privatkläger angeschlossen - und da sind die zigtausend
Ex-Libroaktionäre noch gar nicht dabei." Bis jetzt angemeldete
Schadenshöhe: 368 Millionen Euro.
Die Zivilrechtsklage wird sich gegen die Auditor
Wirtschaftstreuhand GmbH (Deloitte) richten, schreibt der "trend".
Diese soll, so ein Gutachten des derzeit auch in Sachen BAWAG tätigen
Gerichtsgutachters Fritz Kleiner, den Jahresabschluss des 2002 pleite
gegangenen Buchhändlers Libro vor dem Börsegang "nicht ordnungsgemäß"
erstellt haben, sagt Kallinger. Weil das Gutachten erst vor kurzem
bekannt wurde, sei die Sache noch nicht verjährt. Die Auditor
Treuhand war für den "trend" zu keiner Stellungnahme zu erreichen.
Die Tätigkeit von advofin sei insofern brisant, analysiert der
"trend", da Sammelklagen in Österreich eigentlich nicht Bestandteil
der Zivilprozessordnung und nur über juristisch umstrittene (aber vom
OGH genehmigte) Umwege von eigene Klagsvereinen und
Prozessfinanzierern möglich seien. Ein Gesetzesentwurf von
Justizministerin Maria Berger, der eine so genannte "Gruppenklage"
auch rechtlich absichern sollte, ist seit Sommer 2007 Streitthema
zwischen den Koalitionspartnen, zitiert der "trend" auch Heribert
Donnerbauer, ÖVP-Justizsprecher und Verhandlungspartner Bergers: "Ob
das Gesetz jetzt einen Monat früher oder später fertig wird ist
wurscht - uns ist der Inhalt wichtiger".
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TRE






