- 25.01.2008, 10:00:00
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Sensationelle Neuerung für Österreichs Patienten - TEIL 1
Ab sofort kann jeder Patient seine Befunde und medizinisch relevanten Notfalldaten jederzeit über das Internet oder ein internetfähiges Handy abrufen - auch im Ausland.
Wien (OTS) - Möglich machen das zwei Karten: Die Befund- und die
Notfallkarte. "Beide Karten funktionieren ähnlich der Bankomatkarte.
Das heißt, dass der Patient über einen Code seine persönlichen
Gesundheitsdaten jederzeit per Internet oder internetfähiges Handy
abrufen kann - auch im Ausland", erklärt der Entwickler der beiden
Karten, Klaus Propst, Geschäftsführer der Softwarefirma MCW (Medical
Computer Ware).
"Die Vorteile für den Patienten", so Propst, "liegen auf der Hand:
Mit der Befundkarte haben der Patient und seine behandelnden Ärzte
erstmals den Überblick über die gesamte Krankengeschichte. Die
Notfallkarte liefert den Ersthelfern blitzschnell alle medizinisch
relevanten Notfalldaten - wenn jede Minute zählt. So können die Ärzte
rascher und vor allem gezielter helfen. Und das kommt natürlich den
Patienten zugute." Eingegeben werden die medizinischen Daten für
Befund- und Notfallkarte von Ärzten. "Damit stellen wir sicher, dass
die Datenqualität einwandfrei ist und die Gesundheitsdaten von
Medizinern auf der ganzen Welt gelesen werden können", betont der
MCW-Geschäftsführer.
Die Vorteile der Notfallkarte im Detail: Mit Hilfe der
Notfallkarte und dem darauf abgedruckten Zugangscode können die
Ersthelfer bereits im Rettungswagen feststellen, welche Blutgruppe
und Impfungen der Patient hat, welche Medikamente er nimmt, ob er
einen Herzschrittmacher hat etc. "Gerade die Spitalsärzte in den
Notfallambulanzen profitieren davon, wenn sie schon vor der
Einlieferung des Patienten die richtigen Blutkonserven vorbereiten
können und etwa über chronische Krankheiten,
Arzneimittelunverträglichkeiten und Operationen Bescheid wissen",
glaubt Propst. Ein weiteres Plus: "Die Notfallkarte spricht auch dann
für den Patienten, wenn er selbst nicht mehr sprechen kann, weil er
zum Beispiel bewusstlos ist." Im individuell angelegten
Notfallkartenregister ist außerdem auch Platz für persönliche Daten
des Patienten, zum Beispiel Namen und Telefonnummern der im Notfall
zu verständigenden Kontaktpersonen, der behandelnden Ärzte, eine
etwaige Patientenverfügung etc. Ein Patientenfoto auf der Notfall-
und der Befundkarte stellt sicher, dass der Patient nicht verwechselt
werden kann.
Auch die Befundkarte ist für Österreichs Patienten eine echte
Innovation: Sowohl alte, als auch neue Befunde, Röntgenbilder,
Laborberichte etc. sind Teil der persönlichen Befunddatei des
Patienten, auf die er mit Hilfe seines privaten Passworts zugreifen
kann. Damit ist seine persönliche Krankengeschichte übersichtlich
dokumentiert, das umständliche Aufbewahren und Herumschleppen von
Röntgenbildern und Befunden gehört der Vergangenheit an. Bei
künftigen Untersuchungen wird der Patient seinen Befund nicht einmal
mehr persönlich abholen müssen. Er kann ihn in dem Moment, in dem er
elektronisch dem zuweisenden Arzt übermittelt wird, am Computer oder
am Handy abrufen. Denn im Zuge der elektronischen Übermittlung vom
Befundersteller zum Arzt wird automatisch eine Kopie des Befundes
erstellt und im Ordner des Befundkartenbesitzers abgelegt. Eine
Einschränkung gibt es jedoch: "Dieses sensationelle Patientenservice
funktioniert nur bei modern ausgestatteten Labors, Radiologen und
Krankenhäusern. Das sind die meisten, aber leider noch nicht alle",
bedauert Propst. So könnten die Daten jener Befundersteller, die ihre
Befunde immer noch per Post verschicken, weiterhin nur im Nachhinein
erfasst werden.
Befund- und Notfallkarte sind seit etwas mehr als einem Monat in
Österreich erhältlich und werden bereits von rund 100
niedergelassenen Ärzten angeboten. "Das Echo ist überwältigend",
freut sich Propst, "wir sind sehr zufrieden. Zumal noch weitere 350
Ärzte auf unserer Warteliste stehen." Die Kosten für den Patienten:
Drei Euro pro Karte und Monat (inkl. MwSt).
MCW ist ein österreichisches Unternehmen, mit einem Kundenstock
von etwa 2.000 Ärzten zählt es bereits seit über 20 Jahren zu den
führenden, heimischen Herstellern von Ordinationssoftware. Bekannt
wurde MCW auch als erstes Unternehmen, das in Österreich die e-card
installiert hat.
(Fortsetzung)
Rückfragehinweis:
MCW-Kommunikation
Tel.: 0664/212 20 87
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