Psychiatrie im OWS - SP-Deutsch: "Vorwürfe haltlos, Opposition verunsichert PatientInnen!"

Wien (SPW-K) - "Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely hat jeden einzelnen Vorwurf im Bereich der Psychiatrie des Otto Wagner-Spitals überprüfen lassen - keiner davon konnte bestätigt werden", sagte heute Gemeinderat Christian Deutsch im Rahmen der Dringlichen Anfrage im Wiener Gemeinderat zum Thema Psychiatrie. "Ziel war und ist volle Transparenz: Jedem Vorwurf wird nachgegangen, Probleme werden nicht verniedlicht, sondern gelöst!"

Auf der stationären Psychiatrie im Otto Wagner-Spital (OWS) habe es sofort eine umfassende Überprüfung durch den Wiener Krankenanstaltenverbund gegeben, unterstrich Deutsch. "Tatsache ist, dass es eine lückenlose und präzise Dokumentation der pflegerischen und medizinischen Leistungen gibt, alle freiheitsbeschränkenden Maßnahmen wurden genauestens aufgezeichnet. Es gab ordnungsgemäß tägliche Meldungen an die Sachwalterschaft." Eine weitere Überprüfung hinsichtlich der Hygienemaßnahmen habe es durch die MA40 gemeinsam mit medizinischen Sachverständigen der MA15 gegeben. "Insgesamt konnte keiner der Vorwürfe bestätigt werden!"

Trotz allem habe der Krankenanstaltenverbund sofort weitere Maßnahmen gesetzt: "So gibt es nun gleich zu Beginn freiheitsbeschränkender Maßnahmen eine Meldung an die Sachwalterschaft, weiters wurden fliegende Kommissionen eingerichtet, die bis 23. Jänner 2008 alle psychiatrischen Einrichtungen des Krankenanstaltenverbundes überprüft hat. Zusätzlich wurde eine Hotline installiert." Bei dieser seien insgesamt 116 Anrufe eingegangen, ein Drittel davon habe sich lobend geäußert, viele hätten auch ihren Unmut über die Skandalisierung deponiert. "Geäußerte Verbesserungsvorschlage wurden und werden selbstverständlich sofort aufgegriffen!" unterstrich Deutsch.

Eine Verunsicherung der PatientInnen, wie sie von der Opposition versucht werde, sei abzulehnen. "Auf der stationären Psychiatrie der Spitäler der Stadt Wien werden jährlich rund 12.000 Menschen behandelt, knapp 80 Prozent davon wenden sich freiwillig dorthin. Sie alle sollten nicht mit skandalisierenden Aussagen verunsichert werden!"

Im Bereich der psychiatrischen Abteilungen des OWS habe es bereits in den letzten Jahren laufend Verbesserungen gegeben: "So wurde die Ausstattung weiter verbessert und auch das Personal aufgestockt. Das OWS verfügt über die pflegerisch bestausgestattete Psychiatrie in Österreich. Allein in den letzten sieben Jahren wurden im OWS 100 Mio Euro investiert." Es gebe auch eigene Sicherheitsdienste, die der Krankenanstaltenverbund finanziere. "Eine wienweite Prüfung über weitere zusätzliche Sicherungsmaßnahmen findet derzeit statt."

Weitere Maßnahmen seien bereits vor den bekannt gewordenen Vorwürfen eingeleitet worden: "So gibt es im Otto Wagner-Spital insgesamt 12 neue Dienstposten für Ärzte und auch das Pflegepersonal wird um 18 Posten aufgestockt", so Deutsch. "Alle Maßnahmen wurden in Versammlungen mit den MitarbeiterInnen diskutiert." Der Reformprozess werde offensiv vorangetrieben. "Allen Vorwürfen und Problemen wird auch in Zukunft genauestens auf den Grund gegangen!" (Schluss)

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