Impulse für die Lehre, mehr Chancen für Jugendliche

LR Rein: Ausbildungsverbund entspricht Wünschen der Wirtschaft

Koblach (VLK) - Mit Jahresbeginn ist der Ausbildungsverbund Vorarlberg angelaufen. Land, Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer verfolgen mit dieser gemeinsamen Initiative das Ziel, die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften anzukurbeln und das Image der Lehre bei Jugendlichen und Eltern weiter zu verbessern. Landesrat Manfred Rein und die Präsidenten Kuno Riedmann (WK) und Hubert Hämmerle (AK) waren heute, Donnerstag, zu Gast bei der Firma Dell-ex Autospenglerei in Koblach, einem kleinen Unternehmen, das dieses Ausbildungsmodell bereits praktiziert.

Der Ausbildungsverbund ermöglicht es Firmen, die nicht alle Inhalte eines Lehrberufes abdecken, bei der Ausbildung ihrer Lehrlinge mit Partnerbetrieben zu kooperieren. Die in der Wirtschaftskammer angesiedelte Koordinationsstelle bietet Information und Beratung, vermittelt Verbundpartner, hilft bei der Aufbereitung von Ausbildungsprogrammen für Lehrlinge und gewährt Förderungen für Ausbildungs- und Kursmaßnahmen im Rahmen des Ausbildungsverbundes.

LR Rein betonte, dass dieses Angebot den Wünschen der Vorarlberger Wirtschaft entspricht. Bei einer Befragung im Herbst 2006 gaben über 70 Prozent der Unternehmen an, sich die Teilnahme an einem Ausbildungsverbund vorstellen zu können, weil sie sich davon eine Qualitätsverbesserung in der Lehrlingsausbildung versprechen. "Wichtig ist: Die Betriebe wollen einen Ansprechpartner bzw. Vermittler bei Unklarheiten und eine möglichst unkomplizierte Abwicklung. Der Ausbildungsverbund Vorarlberg kann das bieten."

Ziel ist es, dass in der ersten Phase rund 800 Lehrlinge jährlich die Qualifizierungsmaßnahmen im Ausbildungsverbund durchlaufen.

WK-Präsident Riedmann sieht in diesem Modell besonders für die kleineren und sehr spezialisierten Betriebe eine große Chance, Jugendliche umfassend und in höchster Qualität zu schulen. Diese profitieren davon, mehrere Betriebe kennenzulernen. "Den Lehrlingen bietet sich dadurch die Möglichkeit, ständig mit modernster Ausstattung zu arbeiten und auf das Know-how von verschiedenen Ausbilderinnen und Ausbildern zurückgreifen zu können", so AK-Präsident Hämmerle.

Dell-ex Firmenchef Robert Brotzge erläuterte die Vorteile in der Praxis: "Für uns ist der Ausbildungsverbund mit der Spenglerei und Lackiererei Schratter in Weiler ein enormer Vorteil. Der Kontakt zu einem anderen Ausbildungsbetrieb ermöglicht einen Austausch von fachlichen Kompetenzen und Ausbildungsmethoden. Darüber hinaus bringt der Ausbildungsverbund einen klaren Imagegewinn. Denn dadurch sind wir nun in der Lage, das komplette Berufsbild und auch Kenntnisse darüber hinaus zu vermitteln. Diese gute Ausbildung rechnet sich, v.a. bei der künftigen Suche nach Lehrlingen."

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