Stellungnahme von Humanplasma zum Artikel in der ZEIT "Blut für die Piste" vom 24. 1. 2008

Selbstreferenzielle Gerüchte und eine Falschbehauptung

Wien (OTS) - Der Artikel der "Zeit" wiederholt bekannte, durch nichts belegte Gerüchte, die in den letzten Tagen bereits von anderen Medien über angebliche Doping-Verbindungen der Firma Humanplasma GmbH verbreitet worden. Er ist auch insofern überholt, als einer seiner Hauptinformanten, Dr. Arnold Riebenbauer, mittlerweile erklärt hat, dass er Humanplasma nicht des Blutdoping bezichtigt und dass die immer wieder genannten Namen von Sportlern "unbeweisbare Behauptungen" seien.

Erstens: Im Kern geht der Artikel der "Zeit" von der falschen Behauptung aus, es seien im Rahmen der Dopingvorfälle bei der Olympiade in Turin 2006 "einige der beschlagnahmten Spezialbehälter für Blutplasma [...] aufgrund ihrer Produktionsnummern Humanplasma in Wien zugeordnet" worden.

Das ist falsch.

Die Vermutung, es gebe einen Link von einem (!) der in Turin gefundenen Blutbeutel (nicht Plasmabeutel) zu Humanplasma, hat das Unternehmen bereits im Juli 2007 (!) in seinen Antworten an den Disziplinarausschuss des ÖSV als falsch dargestellt.

Darauf hat Humanplasma in den letzten Tagen in zwei Pressemitteilungen (vom 18. und vom 23. Jänner 2008) hingewiesen. Diese Pressemitteilungen wurden über APA-OTS verbreitet, sind allgemein zugänglich. Warum die "Zeit" diese Information ignoriert, entzieht sich der Kenntnis von Humanplasma.

Dass kein Beutel "zugeordnet" wurde, ist auch dem in diesem Artikel mehrfach zitierten und im unmittelbaren Zusammenhang mit der Falschbehauptung genannten Dr. Arnold Riebenbauer bekannt.

Warum Dr. Riebenbauer freilich auf die eindeutigen Auskünfte von Humanplasma zum angeblichen "Blutbeutel-Link" nicht eingeht - zuletzt in einer Anfang der Woche den Medien übergebenen Stellungnahme an Humanplasma - entzieht sich ebenfalls der Kenntnis von Humanplasma. Es überrascht allerdings nicht, wenn ein Journalist, dem wesentliche Informationen nicht bekannt sind, zu falschen Schlussfolgerungen kommt.

Zweitens sollen dem Artikel zufolge- ungenannt sein wollende -Personen sich dem Sinne nach so geäußert haben, sie hätten schon vor einiger Zeit von Humanplasma im Zusammenhang mit Doping gehört.

Das kann nicht überraschen.

Aus einer auf 9. Jänner 2008 datierten APA-Meldung ("Rechtshilfeansuchen aus dem Ausland") geht hervor, dass Dr. Riebenbauer bereits im Juli 2007 das Unternehmen den Medien gegenüber mit Dopingvorwürfen in Verbindung gebracht hat. Dass jetzt das Hörensagen anonymer Personen in einem Artikel in der "Zeit" als Beleg für die Behauptungen desjenigen herangezogen werden, der laut APA seit Juli 2007 die diesbezüglichen Gerüchte streut, ist unseriös.

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Dr. Lothar Baumgartner
Geschäftsführer Humanplasma GmbH
Tel.: 01-319 53 63
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