Brinek für Frauenoffensive in der UG-Novelle

ÖVP-Vorschläge überzeugen

Wien, 24. Jänner 2008 (ÖVP-PK) ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Gertrude Brinek spricht sich für eine Frauenoffensive in der Universitätsgesetz-Novelle (UG) aus. „An den meisten Unis gibt es schon Kinderbetreuungsangebote, spezifische Öffnungszeiten können aber noch verbessert werden“, so Brinek, die gleichzeitig darauf verweist, dass dies eine regionale Angelegenheit sei. „Dazu braucht es keine durchgehende gesetzliche Maßnahme, sondern individuelle Lösungen.“ Brinek spricht sich auch dafür aus, dass nicht nur die von SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal genannten Uniratsgremien geschlechtergerecht besetzt werden, sondern alle an der Universität – oder in Zusammenhang mit dem Wissenschaftsbetrieb -eingerichteten Gremien geschlechterbesetzt werden sollen. „Die Relation von Männern und Frauen, die sich an der Basis findet, soll sich auch in den Gremien und Gremienspitzen widerspiegeln“, fordert die ÖVP-Wissenschaftssprecherin. ****

Für Brinek sind auch noch andere Aspekte in der UG-Novelle wesentlich. So sollen zum Beispiel Einsprüche von Schieds- und Gleichbehandlungskommission nicht wie bisher eine aufschiebende, sondern eine stoppende Wirkung haben. Das heißt: Jegliche Verfahren zu unterbrechen, damit bekannte Ausreden nicht mehr gelten, wie:
„Jetzt haben wir schon soweit mit dem Professor verhandelt, jetzt können wir bei Berufungen nicht mehr zurück.“

Für die ÖVP-Wissenschaftssprecherin ist es auch wichtig, dass die Senate künftig keine rechtsunkonformen Satzungen mehr verabschieden dürfen. Weiters wird sich Brinek für die präzisere Definition der Leistungsvereinbarungen einsetzen, in welchen die Einhaltung und Erreichung der frauenpolitischen Ziele genau
genannt, bzw. überprüfbar formuliert werden müssen. Vielfach hat sich herausgestellt, dass sich Männer in Gremien gern hinter geheimen Abstimmungen verbergen und Frauen gegenüber ein Doppelspiel spielen: Öffentlich unterstützen, aber insgeheim streichen. „Es ist daher zu überlegen, inwieweit man bestimmte Abstimmungen offen macht“, so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin.

In der Quoten- gegenüber Exzellenz-Diskussion bezieht Brinek eindeutig Stellung: Seit den 1990er Jahren sind Quoten in den universitären Frauenförderplänen verankert, nämlich 40 Prozent. An dieser Marke wird keiner rütteln, sie allenfalls in Richtung 50 Prozent verschieben. Das bedeutet aber nicht, dass damit auf Exzellenz verzichtet wird, im Gegenteil, so Brinek: „Ich gehe immer von der gleich hohen Qualifikation aus. In diesem Fall soll den Frauen der Vorrang eingeräumt werden.“

„Die schwierigste Phase für junge Wissenschafterinnen sind die ‚30er’ Jahre in ihrem Leben. In diesen Jahren fallen zumeist wissenschaftliche Profilierung, Familiengründung und auch ein etwaiger Forschungsaufenthalt im Ausland zusammen, so Brinek. „Bezüglich der unterstützenden Maßnahmen sind wir politisch noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Wir haben aber Hoffnung, auf ein noch besseres Gelingen in der Zukunft“, schloss Brinek.

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