• 24.01.2008, 11:48:02
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  • OTS0151 OTW0151

Brinek für Frauenoffensive in der UG-Novelle

ÖVP-Vorschläge überzeugen

Wien, 24. Jänner 2008 (ÖVP-PK) ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr.
Gertrude Brinek spricht sich für eine Frauenoffensive in der
Universitätsgesetz-Novelle (UG) aus. „An den meisten Unis gibt es
schon Kinderbetreuungsangebote, spezifische Öffnungszeiten können
aber noch verbessert werden“, so Brinek, die gleichzeitig darauf
verweist, dass dies eine regionale Angelegenheit sei. „Dazu braucht
es keine durchgehende gesetzliche Maßnahme, sondern individuelle
Lösungen.“ Brinek spricht sich auch dafür aus, dass nicht nur die
von SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal genannten Uniratsgremien
geschlechtergerecht besetzt werden, sondern alle an der Universität
– oder in Zusammenhang mit dem Wissenschaftsbetrieb -
eingerichteten Gremien geschlechterbesetzt werden sollen. „Die
Relation von Männern und Frauen, die sich an der Basis findet, soll
sich auch in den Gremien und Gremienspitzen widerspiegeln“, fordert
die ÖVP-Wissenschaftssprecherin. ****

Für Brinek sind auch noch andere Aspekte in der UG-Novelle
wesentlich. So sollen zum Beispiel Einsprüche von Schieds- und
Gleichbehandlungskommission nicht wie bisher eine aufschiebende,
sondern eine stoppende Wirkung haben. Das heißt: Jegliche Verfahren
zu unterbrechen, damit bekannte Ausreden nicht mehr gelten, wie:
„Jetzt haben wir schon soweit mit dem Professor verhandelt, jetzt
können wir bei Berufungen nicht mehr zurück.“

Für die ÖVP-Wissenschaftssprecherin ist es auch wichtig, dass
die Senate künftig keine rechtsunkonformen Satzungen mehr
verabschieden dürfen. Weiters wird sich Brinek für die präzisere
Definition der Leistungsvereinbarungen einsetzen, in welchen die
Einhaltung und Erreichung der frauenpolitischen Ziele genau
genannt, bzw. überprüfbar formuliert werden müssen. Vielfach hat
sich herausgestellt, dass sich Männer in Gremien gern hinter
geheimen Abstimmungen verbergen und Frauen gegenüber ein
Doppelspiel spielen: Öffentlich unterstützen, aber insgeheim
streichen. „Es ist daher zu überlegen, inwieweit man bestimmte
Abstimmungen offen macht“, so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin.

In der Quoten- gegenüber Exzellenz-Diskussion bezieht Brinek
eindeutig Stellung: Seit den 1990er Jahren sind Quoten in den
universitären Frauenförderplänen verankert, nämlich 40 Prozent. An
dieser Marke wird keiner rütteln, sie allenfalls in Richtung 50
Prozent verschieben. Das bedeutet aber nicht, dass damit auf
Exzellenz verzichtet wird, im Gegenteil, so Brinek: „Ich gehe immer
von der gleich hohen Qualifikation aus. In diesem Fall soll den
Frauen der Vorrang eingeräumt werden.“

„Die schwierigste Phase für junge Wissenschafterinnen sind die
‚30er’ Jahre in ihrem Leben. In diesen Jahren fallen zumeist
wissenschaftliche Profilierung, Familiengründung und auch ein
etwaiger Forschungsaufenthalt im Ausland zusammen, so Brinek.
„Bezüglich der unterstützenden Maßnahmen sind wir politisch noch
nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Wir haben aber Hoffnung,
auf ein noch besseres Gelingen in der Zukunft“, schloss Brinek.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

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