- 24.01.2008, 11:20:31
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Ö1-Wirtschaftsmagazin "Saldo" am 25.1.: IHS-Chef Felderer zur Finanzkrise
Wien (OTS) - "Finanzkrise - kein Grund sich zu Tode zu fürchten"
ist der Titel des Interviews, das Herbert Hutar mit Bernhard
Felderer, Chef des Instituts für Höhere Studien, führte. Zu hören ist
das Gespräch in "Saldo - das Wirtschaftsmagazin" am Freitag, den 25.
Jänner um 9.45 Uhr in Ö1.
Die Finanzkrise treibt nicht nur den Börsianern den Angstschweiß
auf die Stirn, sie schwächt auch massiv die amerikanische Wirtschaft.
Bernhard Felderer, Chef des Instituts für Höhere Studien, meint, dass
bis zum Sommer immer wieder negative Meldungen aus den USA kommen
werden. Ob die US-Wirtschaft in dem einen oder anderen Quartal
schrumpft, sich also kurzfristig in einer Rezession befindet, das sei
nicht so wichtig, die USA werden auf jeden Fall ein schwaches Jahr
2008 haben. Die Auswirkungen auf den Rest der Welt will Felderer
nicht überbewerten. Europas Industrie stehe gut da, die
Auftragsbücher seien voll. Durch die Kursstürze an den Börsen werden
aber die Unternehmen weniger wert, deswegen werden möglicherweise
Investitionen gebremst. Felderer sieht keinen Grund, die
Weltrezession herbeizureden. Scharf kritisiert er die US-Banken und
die Rating-Agenturen, die Wertapiere mit faulen Krediten viel zu
lange positiv bewertet haben. Vor allem darauf seien europäische
Banken hereingefallen. Felderer fordert eine weltweit tätige
Bankenaufsicht. Pensionskassen, die an den Kapitalmärkten hängen,
sind trotz der Risken nötig, sagt er, nur sie können - mit
Zusatzpensionen - eine ausreichende Alterssicherung bieten.
Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
mailto:[email protected]
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