Ö1-Wirtschaftsmagazin "Saldo" am 25.1.: IHS-Chef Felderer zur Finanzkrise

Wien (OTS) - "Finanzkrise - kein Grund sich zu Tode zu fürchten" ist der Titel des Interviews, das Herbert Hutar mit Bernhard Felderer, Chef des Instituts für Höhere Studien, führte. Zu hören ist das Gespräch in "Saldo - das Wirtschaftsmagazin" am Freitag, den 25. Jänner um 9.45 Uhr in Ö1.

Die Finanzkrise treibt nicht nur den Börsianern den Angstschweiß auf die Stirn, sie schwächt auch massiv die amerikanische Wirtschaft. Bernhard Felderer, Chef des Instituts für Höhere Studien, meint, dass bis zum Sommer immer wieder negative Meldungen aus den USA kommen werden. Ob die US-Wirtschaft in dem einen oder anderen Quartal schrumpft, sich also kurzfristig in einer Rezession befindet, das sei nicht so wichtig, die USA werden auf jeden Fall ein schwaches Jahr 2008 haben. Die Auswirkungen auf den Rest der Welt will Felderer nicht überbewerten. Europas Industrie stehe gut da, die Auftragsbücher seien voll. Durch die Kursstürze an den Börsen werden aber die Unternehmen weniger wert, deswegen werden möglicherweise Investitionen gebremst. Felderer sieht keinen Grund, die Weltrezession herbeizureden. Scharf kritisiert er die US-Banken und die Rating-Agenturen, die Wertapiere mit faulen Krediten viel zu lange positiv bewertet haben. Vor allem darauf seien europäische Banken hereingefallen. Felderer fordert eine weltweit tätige Bankenaufsicht. Pensionskassen, die an den Kapitalmärkten hängen, sind trotz der Risken nötig, sagt er, nur sie können - mit Zusatzpensionen - eine ausreichende Alterssicherung bieten.

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