• 24.01.2008, 10:26:55
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  • OTS0084 OTW0084

LR Plank zu Klimaschutz und Ökoenergieförderung

"Bauern sind von Klimaveränderung am stärksten betroffen"

St. Pölten (NLK) - Wie sehr die Bauern von der Klimaveränderung
betroffen sind, welche neuen Möglichkeiten es für den ländlichen Raum
auf Grund der hohen Erdölpreise gibt und wie die Rahmenbedingungen
bei der Ökoenergieförderung verbessert werden können, darüber
informierten kürzlich Experten bei einer Klimatagung in der
Landwirtschaftskammer in St. Pölten: Fachleute gehen davon aus, dass
sich mit dem Klima auch die Standortbedingungen im Pflanzenbau ändern
werden. Das hat langfristig auch eine Neuorientierung in der Produkt-
und Sortenwahl zur Folge.

Für Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank erweist sich damit der
Klimaschutz auch als Anliegen der Sicherheit für die jeweilige
Region. Dabei gehe es auch um die nachhaltige Versorgung mit
Lebensmitteln, Wasser und Energie. Insgesamt gelte es, so Plank, mit
dem Einsatz von begrenzten Ressourcen mehr Leistung zu erzielen, um
die Energieeffizienz zu erhöhen. Hier habe die Energieberatung
Niederösterreich in erster Linie bei den Haushalten anzusetzen.
Energiesparendes Wohnen und Bauen sei aber auch in der Landwirtschaft
ein Thema. Statt auf große Lösungen zu warten, "können auch viele
kleine viel bewegen."

Zur geplanten Novelle des Ökostromgesetzes meinte Plank, dass
Niederösterreich rasch einen strategischen Schritt nach vorne brauche
und forderte in diesem Zusammenhang vom Gesetzgeber Planungs- und
Rechtssicherheit ein. In Summe seien in Niederösterreich durch den
Entwurf des Ökostromgesetzes rund 80 Biogasanlagen sowie
Investitionen von 35 Millionen Euro gefährdet. So bekommen
beispielsweise die Betreiber von Biogasanlagen für die gelieferte
Kilowattstunde je nach Größe des Werkes in Österreich 10,3 bis 16,5
Cent. In Deutschland sind es bis 20,99 Cent, Italien zahlt sogar 30
Cent auf 15 Jahre. "Da liegen Welten dazwischen", so Plank. Auch bei
den Einspeisetarifen der Windenergie ist Österreich mit 7,55 Cent
weit hinten. Ungarn zahlt 9,2 Cent, Belgien 9, Tschechien 8,6 Cent
und Deutschland 8,36 Cent.

"In Deutschland wurden auf diesem Sektor rund 200.000 neue
Arbeitsplätze geschaffen. Ein derartiger Weg muss auch in Österreich
möglich sein", fordert Plank. Auch deshalb sei für Österreich die
Erarbeitung eines neuen, zukunftsorientierten Ökostromgesetzes nach
deutschem Vorbild eine zentrale Forderung.

Nähere Informationen:
www.landwirtschaftskammer.at/niederoesterreich

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
http://www.noe.gv.at/nlk

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