Papierfabrik Mondi in Frantschach erhält AUVA Gesundheits- und Sicherheitszertifikat

Wien (OTS) - Die Erzeugung von Papier ist für Österreichs Wirtschaft von größter Bedeutung. Vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt gibt es eine Vielzahl von Gefahren und potenziellen Gesundheitsbelastungen, die im Interesse der Beschäftigten ebenso wie im wirtschaftlichen Interesse des Betriebes so gering wie möglich gehalten werden müssen. Der optimale Weg dazu ist die Implementierung des AUVA Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystems.

Das mit der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 kompatible, zertifizierbare AUVA Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystem (SGM) ermöglicht eine systematische vorausschauende Auseinandersetzung mit Arbeitssicherheit und Gesundheit. Gleichzeitig liefert es Informationen über wichtige "Knackpunkte" im Betrieb. Es klärt Verantwortlichkeiten, zeigt Verbesserungspotenziale auf, koordiniert Aktivitäten und legt Messgrößen zur Erfolgskontrolle fest.

AUVA SGM-Berater Dipl.-Ing. Ernst Heidenreich von der Außenstelle Klagenfurt: "Das System steigert nicht nur die Sicherheit der Beschäftigten. Es verringert auch die Fluktuation der Mitarbeiter und erhöht die Anwesenheitsrate. Gleichzeitig steigert es die Arbeitszufriedenheit und optimiert die Unternehmenskultur"

Alles in allem trägt SGM zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe bei. SGM-relevante Prozesse sind etwa die Produktions- und Dienstleistungsprozesse, die Gefahrenermittlung und -beurteilung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, die Bereiche Reparatur und Wartung, Personalqualifikation und -entwicklung, aber auch die Gesundheitsförderung und Gesundheitsprogramme sowie Ausnahmesituationen wie Störungen oder Unfälle.

"Mondi Frantschach hat bereits ISO 14001- und 9001-Zertifikate. Die Herausforderung bestand unter anderem darin, die Standards dieser Zertifikate mit denen des AUVA SGM in Einklang zu bringen", erklärt Heidenreich. "Dabei stellt sich die absolute Kompatibilität beider Managementsysteme unter Beweis. Die Beratungen waren äußerst konstruktiv und fruchtbar."

Die Überprüfung ("Auditierung") und Zertifizierung wurde durch die Sicherheitstechnische Prüfstelle (STP) in Wien durchgeführt. Dazu Dipl.-Ing. Robert Piringer von der STP: "Von der Sondierungsberatung bis zur Zertifikatsübergabe dauerte es nicht länger als neun Monate. Das ist bei einem Betrieb dieser Größenordnung und mit diesem Gefahren- und Belastungsspektrum ein sensationell niedriger Wert". -Das Zertifikat ist drei Jahre lang gültig und kann durch ein neuerliches Audit verlängert werden.

Gottfried Joham, Geschäftsführer von Mondi Frantschach: "Wir haben uns für das AUVA Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystems deshalb entschieden, weil wir die AUVA aus langjähriger Zusammenarbeit kennen und ihre hohe Beratungsqualität schätzen. Gerade in der Papierindustrie hängt der wirtschaftliche Erfolg mehr denn je von seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ab. Von deren Qualifikation ebenso wie von deren Leistungsbereitschaft, die wir mit SGM steigern wollen. Es handelt sich also um eine klassische Win-win-Situation zwischen der Unternehmensführung und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern".

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,4 Millionen Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,4 Mio. Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Mio. Arbeiter, 1,5 Mio. Angestellte, 370.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.930,00 Euro) als Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention, also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten, senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2006 rund 56 Mio. Euro investiert.

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AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse
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