- 22.01.2008, 16:03:52
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Papierfabrik Mondi in Frantschach erhält AUVA Gesundheits- und Sicherheitszertifikat
Wien (OTS) - Die Erzeugung von Papier ist für Österreichs
Wirtschaft von größter Bedeutung. Vom Rohstoff bis zum fertigen
Produkt gibt es eine Vielzahl von Gefahren und potenziellen
Gesundheitsbelastungen, die im Interesse der Beschäftigten ebenso wie
im wirtschaftlichen Interesse des Betriebes so gering wie möglich
gehalten werden müssen. Der optimale Weg dazu ist die Implementierung
des AUVA Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystems.
Das mit der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 kompatible,
zertifizierbare AUVA Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystem
(SGM) ermöglicht eine systematische vorausschauende
Auseinandersetzung mit Arbeitssicherheit und Gesundheit. Gleichzeitig
liefert es Informationen über wichtige "Knackpunkte" im Betrieb. Es
klärt Verantwortlichkeiten, zeigt Verbesserungspotenziale auf,
koordiniert Aktivitäten und legt Messgrößen zur Erfolgskontrolle
fest.
AUVA SGM-Berater Dipl.-Ing. Ernst Heidenreich von der Außenstelle
Klagenfurt: "Das System steigert nicht nur die Sicherheit der
Beschäftigten. Es verringert auch die Fluktuation der Mitarbeiter und
erhöht die Anwesenheitsrate. Gleichzeitig steigert es die
Arbeitszufriedenheit und optimiert die Unternehmenskultur"
Alles in allem trägt SGM zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen
Erfolg der Betriebe bei. SGM-relevante Prozesse sind etwa die
Produktions- und Dienstleistungsprozesse, die Gefahrenermittlung und
-beurteilung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, die Bereiche
Reparatur und Wartung, Personalqualifikation und -entwicklung, aber
auch die Gesundheitsförderung und Gesundheitsprogramme sowie
Ausnahmesituationen wie Störungen oder Unfälle.
"Mondi Frantschach hat bereits ISO 14001- und 9001-Zertifikate.
Die Herausforderung bestand unter anderem darin, die Standards dieser
Zertifikate mit denen des AUVA SGM in Einklang zu bringen", erklärt
Heidenreich. "Dabei stellt sich die absolute Kompatibilität beider
Managementsysteme unter Beweis. Die Beratungen waren äußerst
konstruktiv und fruchtbar."
Die Überprüfung ("Auditierung") und Zertifizierung wurde durch die
Sicherheitstechnische Prüfstelle (STP) in Wien durchgeführt. Dazu
Dipl.-Ing. Robert Piringer von der STP: "Von der Sondierungsberatung
bis zur Zertifikatsübergabe dauerte es nicht länger als neun Monate.
Das ist bei einem Betrieb dieser Größenordnung und mit diesem
Gefahren- und Belastungsspektrum ein sensationell niedriger Wert". -
Das Zertifikat ist drei Jahre lang gültig und kann durch ein
neuerliches Audit verlängert werden.
Gottfried Joham, Geschäftsführer von Mondi Frantschach: "Wir haben
uns für das AUVA Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystems
deshalb entschieden, weil wir die AUVA aus langjähriger
Zusammenarbeit kennen und ihre hohe Beratungsqualität schätzen.
Gerade in der Papierindustrie hängt der wirtschaftliche Erfolg mehr
denn je von seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ab. Von deren
Qualifikation ebenso wie von deren Leistungsbereitschaft, die wir mit
SGM steigern wollen. Es handelt sich also um eine klassische
Win-win-Situation zwischen der Unternehmensführung und unseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern".
Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,4 Millionen
Versicherte
Bei der AUVA sind rund 4,4 Mio. Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Mio. Arbeiter,
1,5 Mio. Angestellte, 370.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler
und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber.
Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes
Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.930,00 Euro) als
Unfallversicherungsbeitrag ein.
Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich
damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt.
Prävention, also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten, senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die
Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von
Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die
Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder
Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre
vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu
verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am
Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von
besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2006
rund 56 Mio. Euro investiert.
Rückfragehinweis:
AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse
Dr. Wilfried Friedl
Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien
Tel.: (01) 33 111-530
mailto:[email protected]
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