Grüne Wien: Rechts und Rechtsradikal feiert in der Hofburg

Ellensohn: "Herr Bundespräsident, schmeißen Sie die rassistischen Burschenschafter aus der Hofburg"

Wien (OTS) - Zu einem traurigen, jährlich wiederkehrendem Ärgernis ist der Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) geworden. Dieser Ball vereint vor allem schlagende, deutschnationale Burschenschaften unter seinem Dach. Dieses Ereignis dient vor allem als Treffpunkt akademischer, parlamentarischer und außerparlamentarischer Rechter.

Stadtrat David Ellensohn kritisiert den rechts- bis rechtsextremen Auflauf: "Man sollte glauben, die vielfältigen Überschneidungen von radikaler und akademischer Rechte müssten ausreichen, um solchen Treffen endgültig ein Ende setzen. Die Tatsache, dass eben dieses Treffen in der Wiener Hofburg stattfinden darf, relativiert leider die antifaschistischen Beteuerungen der Staatsspitze."

Der Bundespräsident muss als Hausherr seinen Spielraum nützen und diesen Ball in "seiner" Hofburg untersagen. Der offen revisionistische, rassistische, frauenfeindliche, homophobe und antisemitische Charakter der meisten schlagenden Verbindungen ist seit jeher bekannt. Die Mitgliedschaften von ehemaligen VAPO-Aktivisten - z. B. Gottfried Küssel - in der Burschenschaft Olympia stehen nur exemplarisch für den menschenfeindlichen Grundtenor.

"Gerade im Gedenkjahr 1938/2008 sind einmal mehr unmissverständliche antifaschistische Aktionen vom Bundespräsidenten abwärts notwendig. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn die Hofburg diesen Freitag der rechten Szene nicht zur Verfügung gestellt wird", schließt Stadtrat David Ellensohn.

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