Plassnik: "Grundstein für österreichische Integrationsstrategie"

Außenministerin zur Präsentation der Experten-Berichte der Integrationsplattform

Wien (OTS) - "Integration ist ein Langzeitprojekt. Es geht darum, dauerhaft an einem Gewebe der Gemeinsamkeit zu arbeiten. Weitblick und Realitätssinn sind dabei gleichermaßen gefordert", so Außenministerin Ursula Plassnik zur heutigen Präsentation der Experten-Berichte der Integrationsplattform durch Innenminister Günther Platter. "Der Innenminister legt damit den Grundstein für eine nationale österreichische Strategie für Integration und interkulturellen Dialog, die ich voll unterstütze. Integration ist eine Querschnittsmaterie, die jeden von uns betrifft. Unser Ziel ist es, aus dem Nebeneinander ein Miteinander zu machen", so Plassnik.

Erfolgreiche Integration von MigrantInnen hänge zunächst von den rechtlichen Rahmenbedingungen und den Chancen für soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe an unserer Gesellschaft ab. Aber auch ein offener Dialog und der Wille, sich aktiv zu integrieren seien wichtige Bestandteile der Integrationspolitik: "Nur durch konsequentes miteinander reden können wir einander wirklich näher kommen. Wir müssen uns offen sagen, was uns aneinander irritiert. Wir müssen uns aber auch immer wieder bewusst machen, was uns miteinander verbindet und was wir einander anbieten können", so die Außenministerin.

Das Treffen der Allianz der Zivilisationen letzte Woche in Madrid habe gezeigt, wie wichtig es sei, den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen in die Gemeinden zu bringen: "Dorthin, wo die Menschen auch wirklich mit Fragen oder Problemen konfrontiert sind. Wir brauchen ganz konkrete Anleitungen im Alltag für das tägliche Zusammenleben etwa am Arbeitsplatz, oder in der Schule - hier brauchen wir den unmittelbaren Dialog mit den Betroffenen", so Plassnik. Der Versand der heute vorgestellten Expertenbeiträge unter anderem an alle Gemeinden sei daher genau der richtige Ansatz.

Die Außenministerin weiter: "Gerade bei Frauen und Jugendlichen gibt es sehr viel ungenütztes Potential für erfolgreiche Integration. Das sollte man ganze gezielt ansprechen". Sie werde sich daher in konsequenter Fortsetzung ihres bisherigen Engagements im heurigen europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs besonders mit der Frage der Integration Partizipation muslimischer Frauen und Jugendlichen in Europa befassen.

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