GAJ: Burschenschafter-Treffen zu erlauben kommt Duldung rechten Gedankenguts gleich

Bundespräsident Fischer muss WKR-Ball in der Hofburg untersagen

Wien (OTS) - Am 25.1.2008 wird den im Wiener Korporationsring
(WKR) organisierten deutschnationalen Burschenschaftern wieder die Hofburg überlassen. Die GAJ-Sprecherin Rosa Plüsch dazu: "Wir fordern von den zuständigen Stellen, insbesondere von Bundespräsident Fischer als Hausherr, eine Untersagung des diesjährigen WKR-Balls. So einen Ball zuzulassen stellt eine direkte Duldung rechten Gedankenguts dar."

Burschenschafter sind Zusammenschlüsse sexistischer, rassistischer, antisemitischer und homophober Anhänger eines "volksdeutschen Kulturraumes" und demnach eine permanente Zumutung. Wenn genau Vertreter von revisionistischem und menschenverachtendem Gedankengut die Hofburg als Legitimations- und Repräsentationsplattform überlassen bekommen, ist zivilgesellschaftlicher Widerstand angebracht!

"Es ist seit Jahrzehnten bekannt, welches Gedankengut auf den Burschenschaftsbuden vorherrscht. "Wer solchen Menschen und Gruppen einen staatlich-repräsentativen Raum bietet, ihr menschenfeindliches Gedankengut kundzutun und auszutauschen, unterstützt es. Die zuständigen Stellen werden zeigen müssen, ob sie das weiterhin auf sich sitzen lassen wollen", so Plüsch.

Die GAJ-Sprecherin abschließend: "Es ist ein Skandal erster Klasse, dass das erste vergangenheitspolitische Zeichen im "Nachdenkjahr 2008" Österreichs ein Treffen von deutschnationalen Burschenschaften in der Hofburg sein wird." Die GAJ fordert jedenfalls ein Verbot des WKRs so wie all seiner Burschenschaften.

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