Maier: Dopingbekämpfung wird erweitert werden

Strafbestimmung wird notwendig

Wien (SK) - "Nicht nur aufgrund der aktuellen Diskussion um Blutdoping, sondern auch aufgrund der Erkenntnisse der letzten Jahre, müssen und werden die Mittel zur Bekämpfung von Doping erweitert werden", so SPÖ-Konsumentenschutzsprecher und stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses Johann Maier am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. So zeige sich, dass sich im Bereich des Dopings kriminelle Netzwerke - auch mit der Unterstützung von Ärzten -gebildet haben. Gegen diese kriminellen Netzwerke könne nur mit strafrechtlichen Mitteln ermittelt werden. ****

Aktuell sei Blutdoping sportrechtlich untersagt und unterliegt dem Antidoping-Bundesgesetz. Rechtlich fällt Blutdoping unter das Arzneimittel- und Blutsicherheitsgesetz, erläutert Maier. "Zur Bekämpfung dieser neuen Dimension des Dopings ist eine große Novelle des Arzneimittelgesetzes notwendig, in der eine Besitzstrafbarkeitsregelung vorgenommen wird, vergleichbar mit Deutschland. Notwendig sind auch eigene Verbotstatbestände im Arzneimittelgesetz, Blutsicherheitsgesetz und Ärztegesetz zum Blutdoping. Damit soll die Herstellung von Eigenblutspenden zu Zwecken des Dopings und deren Anwendung sowie die der Fremdbluttransfusion im Sport verboten und unter Strafsanktion gestellt werden."

Maier kündigte an, dass das Bundeskanzleramt in dieser Frage weiter aktiv sein wird und eine Reihe von Initiativen zum Kampf gegen Doping im Allgemeinen und Blutdoping im Speziellen setzen werde. (Schluss) js

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