FP-Stefan: Umbau des Ronachers muss durch Wiener Kontrollamt überprüft werden

Öffentlichkeit schreit nach Erklärungen bei ständigen Umplanungen, Kostenerweiterungen und Verzögerungen

Wien, 21.01.2008 (fpd) - Das Wiener Etablissement Ronacher, seit einiger Zeit Schauplatz diverser teurer Umbauarbeiten, sei mehr als undurchsichtig und erfordere dringend eine Prüfung durch das zuständige Kontrollamt, so heute der Kultursprecher der Wiener FPÖ, GR LAbg. Mag. Harald Stefan im Zuge einer Pressekonferenz, vor dem Hintergrund, dass der Umbau bzw. die Sanierung des Gebäudes nur durch öffentliche Finanzmittel ermöglicht worden sei.

Das Ronacher habe im Laufe der Zeit viele Umbau-, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sowie mehrere Besitzerwechsel über sich ergehen lassen müssen. Seit längerem nun im Besitz der Vereinigten Bühnen Wiens sei seit 2004 ein abermaliger Umbau geplant worden, der auch bereits voll im Gange sei. Dafür seien erst 34,1 Millionen Euro vorgesehen gewesen. Durch Beschluss des Gemeinderates sei es jedoch zu einer Aufstockung der Finanzierung auf 46,8 Millionen gekommen, was eine 30-prozentige Kostensteigerung bedeute, so Stefan.

Des weiteren seien die Mindestanforderungen für diverse, sehr wohl hochqualifizierte Architekturbüros, für die Teilnahme an dem Generalplanerwettbewerb "Funktionssanierung Ronacher" viel zu hoch angelegt worden, so dass jene Büros mit kleineren und mittleren Strukturen, die durchaus bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen hatten, ausgeschlossen wurden. Dies schloss gleichzeitig die Möglichkeit aus, die beste Lösung für die Umgestaltung des Ronachers zu finden, stellt Stefan fest.

Seit 2005 sei die Umsetzung des Projektes bekannt. Die Firma "Architektur Consult ZT GmbH" machte das Rennen und bekam den Auftrag der "Funktionssanierung" des Wiener Ronachers. Geplant wurde eine neue Bühnentechnik, aber auch ein zweistöckiger Dachausbau samt aufklappbarem Dach, sowie ein Kellerausbau, wodurch eine Freiluftbühne gewonnen und eine Unterbühne geschaffen werden sollte. Dieser riesige Aufwand sollte betrieben werden, obwohl das Wiener Ronacher erst vor etwas mehr als zehn Jahren saniert wurde, kritisiert Stefan und gibt in diesem Zusammenhang auch bekannt, dass seither bereits zwei Mal der Fertigstellungstermin verschoben wurde und auf Grund von Einsparungsmaßnahmen auf das flexible Dach und einige Kellerräume verzichtet werden muss.

Insgesamt sei daher zu befürchten, dass ein wesentlicher Teil der veranschlagten Mittel nicht für die ursprüngliche Konzeption der Adaptierung des Theaters verwendet, sondern durch Begünstigung von bestimmten Unternehmen im Zuge der Umplanungen, Verzögerungen und Veränderungen verloren gingen beziehungsweise verschwendet wurden. Es konnten weder die vorgesehenen Kosten noch der Terminplan eingehalten werden. Nicht zuletzt stelle sich hier die Frage, ob ein derart kostspieliger Ausbau dieses Theaters im Sinne der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen sei. Aus diesem Grunde fordert er, Stefan, die Prüfung des Umbaus des Wiener Ronachers durch das Wiener Kontrollamt. (Schluss) hn

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