- 21.01.2008, 09:40:46
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ÖAMTC: Lampenwechsel beim Auto wird oft zur Kfz-Meisterprüfung
Glühbirnentausch zu kompliziert - Clubforderungen an die Autohersteller
Wien (OTS) - Laut Kraftfahrgesetz darf man sein Fahrzeug nur in
Bewegung setzen, wenn alle Leuchten funktionieren. Besonders bei
Dunkelheit oder schlechter Sicht muss eine ausgefallene Glühbirne
sofort ausgewechselt werden, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
"Wer aber glaubt, dass bei allen Autofabrikaten der Lampenwechsel mit
einigen Handgriffen erledigt ist, irrt", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan
Kerbl.
Seit August 2006 dürfen nur mehr Autos typisiert werden, bei denen
der Lampentausch ohne Spezialwerkzeug und Werkstättenbesuch möglich
ist. Bei Fahrzeugen älteren Baujahres kommt diese Regelung aber nicht
zum Tragen. Und auch bei vielen Neuwagen sind oftmals größere
Demontage-Arbeiten zeigen (z.B. Abbau des Kühlergrills oder der
gesamten Frontverkleidung) notwendig, um ein kleines Birnchen zu
wechseln. Das zeigen Erhebungen des ÖAMTC. Während bei manchen
gängigen Automarken der Wechsel bereits in sechs Minuten erledigt
ist, braucht man bei anderen Fabrikaten über 70 Minuten. Manchmal
sind auch Spezialwerkzeuge erforderlich, die man aber im Normalfall
nicht im Auto hat. Und in vielen Fällen scheitern die Fahrer an der
fehlenden Beschreibung in der Bedienungsanleitung ihres Wagens. Bei
einigen Fahrzeugtypen empfehlen die Hersteller überhaupt gleich, den
Wechsel nur in der Werkstätte durchführen zu lassen. Oftmals fehlt es
sogar an einem Ersatzlämpchen zum Einwechseln. "Da es in Österreich
keine gesetzliche Verpflichtung zum Mitführen von Ersatzglühbirnen
gibt, verzichten viele Autofahrer auch darauf. In anderen
europäischen Ländern - wie beispielsweise Ungarn - ist der Autolenker
dazu verpflichtet", so der ÖAMTC-Techniker.
Fazit: Derzeit fahren viele Österreicher beim Ausfall eines
Scheinwerfers notgedrungen "einäugig" durch Nacht und Nebel und
stellen ein erhöhtes Unfallrisiko dar. Deshalb fordert Kerbl:
* Ein Lampenwechsel muss einfach und ohne Spezialwerkzeug auch für
Laien machbar sein. Immerhin ist ein Sicherheitsrisiko gegeben, wenn
ein Lampenwechsel vor Ort nicht problemlos möglich ist.
* Die für den Lampenwechsel erforderlichen Arbeitsschritte müssen
in den Bedienungsanleitungen verständlich und anschaulich beschrieben
werden.
* Alle Fahrzeuge sollen mit einer Anzeige für ausgefallene Fahr-
und Schlusslichter ausgestattet werden.
* Achtung bei Autos mit Xenonlampen: Diese dürfen wegen der
Hochspannungsgefahr tatsächlich nur von Fachleuten gewechselt werden.
"Die optimale Lösung wäre natürlich die Entwicklung einer
wartungsfreien Lampe, deren Lebensdauer der des Autos entspricht.
Hier sind die Autohersteller in ihrer Kreativität gefordert", so der
ÖAMTC-Techniker.
Club-Mitglieder haben ganzjährig bei allen ÖAMTC-Stützpunkten die
Möglichkeit, die Lichtanlage ihres Fahrzeuges gratis einer
Lichtüberprüfung zu unterziehen. Dabei werden Funktion, Zustand,
Dichtheit, Befestigung und Einstellung der Beleuchtungs- und
Warneinrichtungen des Fahrzeuges getestet.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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