• 17.01.2008, 15:02:15
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Der Abbott RealTime PCR Test für den Nachweis eines neuen Stamms von Chlamydien erhält CE-Kennzeichnung

Des Plaines, Illinois (ots/PRNewswire) -

- Hochsensibler Assay kann mutierten Bakterienstamm nachweisen,
der im vergangenen Jahr in Schweden entdeckt wurde

Zusammen mit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der sexuell
übertragbaren Krankheiten hat Abbott einen neuen molekularen Test für
den Nachweis eines neuen Stamms des Bakteriums Chlamydia trachomatis
entwickelt. Dieser Stamm gilt als Verursacher für jede fünfte
Infektion durch Chlamydien in Schweden.

Der Assay, der auf dem automatisierten klinischen Echtzeit-PCR-
Diagnosesystem m2000 von Abbott durchgeführt wird, hat die
CE-Kennzeichnung für die Europäische Union erhalten.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO infizieren sich
jährlich weltweit mehr als 85 Millionen Menschen mit Chlamydien. Die
Centers for Disease Control in den USA berichteten im vergangenen
Monat darüber, dass sich dort im Jahr 2006 über eine Million
Menschen mit Chlamydien angesteckt haben. Dies ist ein neuer Rekord
bei sexuell übertragbaren Krankheiten.

Trotz der weltweiten Häufung von Chlamydieninfektionen deuteten
Berichte des schwedischen Instituts für Infektionskrankheiten im
letzten Jahr auf eine ungewöhnliche Entwicklung hin - und zwar waren
die Infektionsübertragungen in diesem Land deutlich zurückgegangen.

"Im Jahre 2006 stellten wir bei Genitalinfektionen durch
Chlamydien einen Rückgang um 25 % fest, obwohl uns keine neuen
Präventivprogramme oder andere Initiativen bekannt waren, die diesen
hätten rechtfertigen können", erklärte Dr. med. Torvald Ripa, Ph.D.,
Assistant Professor an der Abteilung Klinische Mikrobiologie und
Infektionskontrolle am Stadtkrankenhaus Halmstad in Schweden. "Wir
vermuteten deshalb, dass ein neuer, mutierter Bakterienstamm die
Ursache für den mangelhaften Nachweis von Infektionen und für viele
falsch negative Ergebnisse sein könnte", sagte er.

Nachfolgende Untersuchungen durch Dr. Ripa und seine Kollegen
bestätigten die Existenz und die Übertragung eines mutierten
Chlamydienstamms, der mit molekularen Standarddiagnosesystemen nicht
länger nachweisbar war. Jährlich hatten sich bis zu 500.000 Schweden
diesen Tests unterzogen. Dr. Ripa veröffentlichte seine
Forschungsergebnisse im Mai 2007 in der Fachzeitschrift "Sexually
Transmitted Diseases". Der mutierte Chlamydienstamm entzog sich dem
Nachweis durch die genetische Veränderung (Deletion) innerhalb einer
Region, die einige diagnostische Assays als Zielsequenz nutzen.

Durch eine spezielle regulatorische Ausnahme seitens der
schwedischen Arzneimittelbehörde hatten einige Labore in Schweden
den Abbott RealTime CT- Assay bereits für Chlamydientests einsetzen
können. Die CE-Kennzeichnung ermöglicht nun allen Labors innerhalb
der Europäischen Union die Verwendung dieses Tests. Obwohl der
mutierte Erreger hauptsächlich in Schweden zu finden ist, wurden
vereinzelt auch schon Fälle in Norwegen, Dänemark, Irland und
Frankreich gemeldet, sagte Dr. Ripa. Begünstigt durch den
internationalen Reiseverkehr wird der mutierte Stamm demnächst
jedoch auch in weiteren Ländern auftreten.

"Wir benötigten neue Tests für andere Zielsequenzen des
Chlamydienbakteriums, und Abbott reagierte schnell auf unsere
Nachfrage nach Test-Kits für den mutierten Stamm", erklärte Dr.
Ripa. "Bis März 2007 haben wir 1.200 Proben mit dem neuen Test-Kit
und den aktuellen Assays ein zweites Mal getestet und
herausgefunden, dass dieser die mutierte Variante erkennen kann."
Abbott führte daraufhin die Entwicklung des Assays zügig zu Ende und
reichte die Anmeldung zur CE-Kennzeichnung ein.

Laut Dr. Ripa ergaben ärztliche Protokolle, dass der mutierte
Erreger für 22 % aller Chlamydieninfektionen in Schweden
verantwortlich ist und somit ein ernsthaftes Problem für die
öffentliche Gesundheit darstellt. Eine unentdeckte, unbehandelte
Chlamydieninfektion kann zu schmerzhaften und entzündlichen
Unterbauchbeschwerden bis hin zur Unfruchtbarkeit bei Frauen führen.
Ein hoher Prozentsatz von Frauen und Männern weisen jedoch trotz
Infektion eine geringe klinische Symptomatik auf, wodurch die
Krankheit leicht unter anderem auch auf Neugeborene übertragen
werden kann, ohne dass jemals Symptome auftraten. Erfreulicherweise
sprechen Chlamydien jedoch auf Antibiotika an.

Dr. Ripa wies darauf hin, dass die Erfahrungen in Schweden alle
Länder zu einer erhöhten Wachsamkeit gegenüber lokal auftretenden
Chlamydieninfektionen bewegen sollten. "Diese Mikroben sind äusserst
raffiniert, das sollten wir nicht vergessen", sagte er.

Der neue Abbott RealTime Chlamydien-Test wird in Europa über
Abbott als Teil seiner Allianz mit Celera vertrieben. Zusammen mit
den Tests bietet Abbott das multi-Collect Probeentnahmebesteck an.
Dieses einzigartige Kit dient der Entnahme von Proben sowie dem
Transport von Urinproben, männlichen Urethralabstrichen und
weiblichen Endozervikal- und Vaginalabstrichen bei Raumtemperatur.

Für das Testmenü auf dem Abbott m2000 System werden in Europa zur
Zeit der RealTime PCR-Test für HIV-1 und HCV sowie für die Viruslast
von Hepatitis B angeboten. Weitere für das System konzipierte Tests
befinden sich in der Entwicklungsphase.

Informationen zu Abbott RealTime CT

Der Abbott RealTime (CT) Assay für Chlamydia trachomatis ist ein
In- vitro-Assay für den direkten qualitativen Nachweis von
Plasmid-DNA von C. trachomatis in weiblichen Endozervikal- oder
Vaginalabstrichen, männlichen Urethralabstrichen sowie in männlichen
oder weiblichen Urinproben. Der Assay wurde für die Verwendung mit
dem automatisierten molekularen Diagnosesystem m2000 von Abbott
entwickelt, das auf der RealTime PCR-Technologie (Polymerase
Kettenreaktion) basiert und dem Nachweis und der Kontrolle von
Infektionskrankheiten dient. Damit verfügen klinische Labore über ein
einzigartiges System, das all die in der Molekulardiagnostik
notwendigen, häufig komplexen und mühsam per Hand durchzuführenden
Arbeitsschritte voll automatisieren kann. Die RealTime
PCR-Technologie gewährleistet einen maximalen Durchsatz kleinster
DNA-Proben in kürzester Zeit.

Informationen zu Abbott Molecular

Abbott Molecular ist ein junges, führendes Unternehmen für
molekulare Diagnostik, d. h. die Analyse von DNA, RNA und Proteinen
auf Molekularebene. Die Instrumente und Tests von Abbott Molecular
dienen dem Nachweis von Pathogenen und kleinen, aber schwerwiegenden
Veränderungen an Genen und Chromosomen von Patienten. Damit kann
eine frühzeitigere Diagnose, die Auswahl geeigneter Therapien und
eine bessere Kontrolle des Krankheitsverlaufs gewährleistet werden.

Informationen zu Abbott

Abbott (NYSE: ABT) ist ein globales Unternehmen mit breiter Basis
im Bereich der gesundheitlichen Versorgung, das sich mit der
Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von
pharmazeutischen und medizinischen Produkten befasst,
einschliesslich Ernährungsprodukten, Instrumenten und Diagnostik.
Das Unternehmen beschäftigt 65.000 Mitarbeiter und vermarktet seine
Produkte in mehr als 130 Ländern.

Die Pressemeldungen von Abbott sowie weitere Informationen finden
Sie auf der Firmenwebseite unter http://www.abbott.com.

Webseite: http://www.abbott.com

Rückfragehinweis:
Pressekontakt: Don Braakman, Tel.: +1-847-937-0080, oder
Finanzabteilung: Tina Ventura, Tel.: +1-847-935-9390, beide von
Abbott

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRN

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