Bürgerinitiative für kindergerechte Bildung im Parlament

"Schüler in Not" übergibt Unterschriften an Parlamentspräsidentin Barbara Prammer

Wien (OTS) - Zwei Drittel der Schulkinder in Österreich ist im Schulbetrieb zumindest in Teilbereichen überfordert. Die Folge:
Stresssymptome, Angststörungen, Depressionen und vieles mehr. Der Verein "Schüler in Not" hat nun an die 600 in den letzten Monaten gesammelten Unterschriften an Parlamentspräsidentin Mag. Barbara Prammer persönlich übergeben. Ziel ist die Behandlung des Anliegens im Parlament.

"Schüler in Not" fordert:

  • das Schulsystem dem Entwicklungsstand von Kindern anzupassen,
  • Raum für die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Kinder zu geben und
  • die Ausbildung von PädagogInnen auszuweiten, indem Wissen zu entwicklungsstandgerechtem Lernen vermittelt wird.

In einem ersten Schritt sollen - etwa im Rahmen der "Neuen Mittelschule" - Fördermöglichkeiten für Kinder mit Lernschwierigkeiten geschaffen werden, um diese zu unterstützen ohne sie - so wie bisher - aus der Klassengemeinschaft auszuschliessen. "Wir haben im Rahmen unserer Tätigkeit dazu auch zwei Modelle entwickelt - die so genannte 'Schüleroase' sowie zur Früherkennung von Teilleistungsschwächen und zur optimalen Vorbereitung auf einen guten Schulstart das 'Schlaudino Vorschulland', die zeigen, wie eine kindergerechte Schule funktionieren kann," erläuterte dazu der Sprecher der Initiative, Karl Beinstein. Die Unterlagen dazu wurden im Rahmen des heutigen Gespräches ebenfalls überreicht.

"Wir hoffen, dass mit diesem Schritt seitens der Politik endlich die Interessen der Kinder in den Vordergrund gerückt werden und wir damit einen Beitrag zu einer sach- und lösungsorientierten Schulpolitik leisten," ergänzte Margarete Beinstein. In die Initiative seien alle Erfahrungen aus der Betreuung von etwa 1.200 Kindern mit Lernstörungen eingeflossen, die das Ehepaar in den vergangenen acht Jahren im Rahmen ihrer rein privat finanzierten Tätigkeit betreut und gefördert hat.

Den Verein "Schüler in Not" wurde im Jahr 2005 von Karl und Margareta Beinstein gegründet. Dieser Schritt war logische Konsequenz aus den Erfahrungen, die die beiden Pädagogen in ihrem Förderpädagogischen Zentrum (www.fpzentrum.at) gesammelt hatten. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat das FPZ Methoden entwickelt, mit denen es gelingt, Kinder mit Lernschwierigkeiten binnen sechs Monaten zu einem um ein bis zwei Schulnoten verbesserten Schulerfolg zu verhelfen. Ein Viertel der Zeit im Vergleich zu anderen Förderprogrammen. Und für die betroffenen Kinder der entscheidende Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern im Regelschulbetrieb - mit allen daran anknüpfenden sozialen und psychologischen Folgewirkungen.

Der Verein "Schüler in Not" setzt sich für Chancengleichheit von Kindern mit Teilleistungsschwächen (wie z. B. Legasthenie) und/oder ADS bzw. ADHS als (AufmerksamkeitsDefizit/HyperaktivitätsSyndrom) ein, indem er die Errichtung weiterer Förderpädagogischer Zentren unterstützt sowie auf verschiedenen Ebenen für die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse und pädagogischer Erfahrung auf diesem Gebiet sorgt.

Rückfragen & Kontakt:

Margareta und Karl Beinstein
c/o Förderpädagogisches Zentrum
Mollardgasse 89/10/R1
A-1060 Wien
Tel & Fax: 01/889 80 30
office@fpzentrum.at
W3: www.fpzentrum.at

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