ÖVP Wien: Bezirke auf dem Abstellgleis - Westbahnhof droht Pleite

Bezirksvorstehung muss endlich Interessen der Neubauer vertreten

Wien (VP-Klub) - Nach der EM 2008 sollen die Arbeiten für den
Umbau des Westbahnhofes beginnen, der 2011 beendet sein soll. Grundsätzlich könnte das unlängst von den ÖBB, Stadt Wien und dem Verkehrsministerium präsentierte Projekt eine Chance für die städtebauliche Weiterentwicklung des gesamten Stadtteils sein. "So wie das vorliegende Projekt geplant ist, wird diese Aufwertung aber wohl nicht stattfinden können. Vor allem aus der Sicht des siebenten Bezirkes zeichnen sich eher negative Entwicklungen ab", betont der Wirtschaftssprecher der ÖVP Wien und Bezirksparteiobmann der ÖVP Neubau, LAbg. Fritz Aichinger.

Das wird der "Westbahnhof neu"

Ab 2011 werden am Westbahnhof nur noch Regionalzüge verkehren. Dadurch reduziert sich die Frequenz um 120 Züge und damit 20.000 Personen täglich. Außerdem ist die Schaffung eines Einkaufzentrums in der Größe von 17.000 qm geplant. Das neben dem neuen Bahnhof geplante Bahnhofsviertel wird eine Bürofläche von 144.700 qm umfassen. Zusätzlich werden Hotelbauten mit einer Gesamtfläche von 11.200 qm und 300 Wohnungen errichtet. Wenn es wirklich gelingt, ein attraktives Einkaufszentrum im Bahnhofsbereich zu schaffen, wird dies zu Kaufkraftverlusten für die Innere und Äußere Mariahilfer Straße führen. Allerdings ist eher zu befürchten, dass sich das EKZ-Projekt beim Westbahnhof nicht bewähren wird.

Neubauer Bezirksvorstehung ignoriert Großprojekt

Besonderes Augenmerk aus dem Blickwinkel des siebenten Bezirkes wird man auf das Verkehrsaufkommen legen müssen. Schon derzeit beträgt die Frequenz am Neubaugürtel 80.000 Fahrzeuge täglich. Sollte das Projekt wie geplant realisiert werden und bezieht man den ohnedies gegebenen jährlichen Zuwachs ein, dann nähert man sich beim Neubaugürtel nach der Fertigstellung des Projektes bereits der 100.000-Marke.

Im Gegensatz zum 15. Bezirk, der mit der Verbreiterung der Felberstraße schon auf die Entwicklung reagiert hat, ignoriert der Grüne Bezirksvorsteher von Neubau das Großprojekt konsequent. "Es gibt für den Bezirk noch nicht einmal eine Erhebung, wie sich das Bahnhofsprojekt auf das dortige Verkehrsgeschehen auswirken wird", kritisiert Aichinger. Vor allem in der drei- bis vierjährigen Umbauphase werde es zu einer enormen Belastung für die Anrainer kommen, nicht nur durch die Mega-Baustelle, sondern vor allem auch durch die resultierende Verkehrsbelastung. "Ohne ein umfassendes Verkehrskonzept, das den Mehrverkehr anrainerfreundlich regelt, wird es bald zum Kollaps kommen - nicht nur des Verkehrs, sondern auch der Anrainer", so Aichinger. Auch der Abtransport des Bauschutts müsse so anrainer- und umweltfreundlich wie möglich geregelt werden - am ehesten wohl mit einem Abtransport über die Schiene.

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