• 16.01.2008, 14:33:03
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ÖVP Wien: Bezirke auf dem Abstellgleis - Westbahnhof droht Pleite

Bezirksvorstehung muss endlich Interessen der Neubauer vertreten

Wien (VP-Klub) - Nach der EM 2008 sollen die Arbeiten für den
Umbau des Westbahnhofes beginnen, der 2011 beendet sein soll.
Grundsätzlich könnte das unlängst von den ÖBB, Stadt Wien und dem
Verkehrsministerium präsentierte Projekt eine Chance für die
städtebauliche Weiterentwicklung des gesamten Stadtteils sein. "So
wie das vorliegende Projekt geplant ist, wird diese Aufwertung aber
wohl nicht stattfinden können. Vor allem aus der Sicht des siebenten
Bezirkes zeichnen sich eher negative Entwicklungen ab", betont der
Wirtschaftssprecher der ÖVP Wien und Bezirksparteiobmann der ÖVP
Neubau, LAbg. Fritz Aichinger.

Das wird der "Westbahnhof neu"

Ab 2011 werden am Westbahnhof nur noch Regionalzüge verkehren.
Dadurch reduziert sich die Frequenz um 120 Züge und damit 20.000
Personen täglich. Außerdem ist die Schaffung eines Einkaufzentrums in
der Größe von 17.000 qm geplant. Das neben dem neuen Bahnhof geplante
Bahnhofsviertel wird eine Bürofläche von 144.700 qm umfassen.
Zusätzlich werden Hotelbauten mit einer Gesamtfläche von 11.200 qm
und 300 Wohnungen errichtet. Wenn es wirklich gelingt, ein
attraktives Einkaufszentrum im Bahnhofsbereich zu schaffen, wird dies
zu Kaufkraftverlusten für die Innere und Äußere Mariahilfer Straße
führen. Allerdings ist eher zu befürchten, dass sich das EKZ-Projekt
beim Westbahnhof nicht bewähren wird.

Neubauer Bezirksvorstehung ignoriert Großprojekt

Besonderes Augenmerk aus dem Blickwinkel des siebenten Bezirkes wird
man auf das Verkehrsaufkommen legen müssen. Schon derzeit beträgt die
Frequenz am Neubaugürtel 80.000 Fahrzeuge täglich. Sollte das Projekt
wie geplant realisiert werden und bezieht man den ohnedies gegebenen
jährlichen Zuwachs ein, dann nähert man sich beim Neubaugürtel nach
der Fertigstellung des Projektes bereits der 100.000-Marke.

Im Gegensatz zum 15. Bezirk, der mit der Verbreiterung der
Felberstraße schon auf die Entwicklung reagiert hat, ignoriert der
Grüne Bezirksvorsteher von Neubau das Großprojekt konsequent. "Es
gibt für den Bezirk noch nicht einmal eine Erhebung, wie sich das
Bahnhofsprojekt auf das dortige Verkehrsgeschehen auswirken wird",
kritisiert Aichinger. Vor allem in der drei- bis vierjährigen
Umbauphase werde es zu einer enormen Belastung für die Anrainer
kommen, nicht nur durch die Mega-Baustelle, sondern vor allem auch
durch die resultierende Verkehrsbelastung. "Ohne ein umfassendes
Verkehrskonzept, das den Mehrverkehr anrainerfreundlich regelt, wird
es bald zum Kollaps kommen - nicht nur des Verkehrs, sondern auch der
Anrainer", so Aichinger. Auch der Abtransport des Bauschutts müsse so
anrainer- und umweltfreundlich wie möglich geregelt werden - am
ehesten wohl mit einem Abtransport über die Schiene.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:presse.klub@oevp-wien.at

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