Vilimsky: Risikogeschäfte scheinbar auch bei ÖBB voll im Trend

ÖBB macht es BAWAG und Hypo Alpe Adria gleich

Wien, 15-01-2008 (fpd) - Nach BAWAG und Hypo Alpe Adria liege nun allem Anschein nach auch bei der ÖBB die Misswirtschaft durch Finanzrisikogeschäfte voll im Trend, nachdem kürzlich bekannt wurde, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit 60 Millionen Euro in den Sand gesetzt hat, empört sich heute FP-Generalsekretär, NRAbg. Harald Vilimsky in einer Stellungnahme.

Insgesamt 613 Millionen Euro habe die ÖBB in riskante Finanzanlagen investiert, wovon mit großer Wahrscheinlichkeit 80 Millionen völlig verloren seien. Ein Skandal der Sonderklasse, wenn man bedenkt, dass die ÖBB durch österreichische Steuermittel finanziert wird. Man sollte desweiteren annehmen dürfen, dass ein so großer Betrieb, der noch dazu eine riesige Verantwortung gegenüber den Staatsbürgern trägt, vortreffliche Berater hat, die auch etwas von ihrem Handwerk verstehen. Dem sei jedoch leider absolut nicht so. Er, Vilimsky, habe sogar den Eindruck, als wären Verlustgeschäfte im letzten Jahrzehnt immer mehr und mehr zum Trend und zu der Art geworden, wie man in Österreich, mit dem Geld der Österreicher und Österreicherinnen, wirtschafte.

Der Umgang mit den Steuergeldern sei neuerdings äußerst bedenklich. Es stelle sich die Frage, welcher Betrieb in diese Richtung folgen werde und wie demnach die Zukunft unserer Bevölkerung aussieht. Immerhin könne man 80 Millionen Euro nicht gerade als "Peanuts" bezeichnen. Die ÖBB sei daher schleunigst aufgefordert, Licht in diese Sache zu bringen und für Aufklärung zu sorgen, wenn sie das Vertrauen der Bevölkerung nicht gänzlich verlieren bzw. enttäuschen will, so Vilimsky abschließend. (Schluss) hn

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