- 11.01.2008, 09:47:26
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Ortner: "Den Trafikanten wird sukzessive die Existenzgrundlage entzogen!"
Preiserhöhungen, neue Einfuhrbestimmungen, wahllose Vergabe von Lotto- und Totogenehmigungen machen heimische Trafikbesitzer zu Prügelknaben der Nation!
Wien (OTS/RFW) - Den Besitzern von heimischen Trafiken werden
durch neue Einfuhrbestimmungen für Zigaretten aus Schengenländern,
Preiserhöhungen der Austria Tabak und scheinbar wahlloses nicht
begründetes Verteilen von Lotto-, Totogenehmigungen andauernd Prügel
vor die Unternehmerbeine geworfen.
"Eigentlich können Trafikanten kaum zu den Selbständigen gezählt
werden, sind sie doch großteils nur mehr Vollstrecker von unzähligen
Vorschriften und Regelungen, die ihnen aufgehalst werden", so
Elisabeth Ortner, ORGA-Referentin des RFW (Ring Freiheitlicher
Wirtschaftstreibender und Unabhängiger) Niederösterreich.
Nicht nur, dass ihnen durch die neuen Einfuhrbestimmungen aus den
Schengenländern das Leben schwer gemacht wird, werden auch die Lotto-
und Totogenehmigungen scheinbar wahllos verteilt. Ein Trafikant muss
quasi als Bittsteller um den Erhalt einer solchen Genehmigung
ansuchen, um dann oft ohne Begründung eine Absage zu erhalten: "Für
uns ein reines Politikum, das abgeschafft gehört. Wir vom
RFW-Niederösterreich fordern: Gleichberechtigung für alle
Trafikanten!"
Auch die steigenden Zigarettenpreise entwickeln sich zum Hemmschuh
für die Trafikanten. Macht es doch für die Raucher auf jeden Fall
Sinn ihre Zigaretten im billigeren Ausland zu kaufen: "400 Stück
dürfen ja ab sofort legal nach Österreich importiert werden, so lange
die Packungen mit deutschen Warnhinweisen versehen sind. Und flexibel
wie unsere tschechischen Nachbarn sind, haben sie teilweise schon
deutsche Warnhinweise über die tschechischen geklebt. Somit kann
jeder ungestraft sein Suchtmittel über die Grenze nach Österreich
mitnehmen, und die heimischen Trafikanten schauen durch die Finger",
übt Ortner Kritik an den Preiserhöhungen und Einfuhrbestimmungen.
Das Trafikanten-Hilfspaket der Regierung ist für Elisabeth Ortner
auch nur eine reine Augenauswischerei: "Die Erlaubnis Getränke
verkaufen zu können beispielsweise, ist für viele Trafikanten mehr
als uninteressant. Haben die meisten doch absolut keinen Platz in
ihren Geschäften um zusätzlich noch Kühlschränke oder ähnliches
aufzustellen."
Nicht nur, dass die Trafikbesitzer immer mehr unter Druck geraten,
gibt Ortner auch noch zu bedenken, dass fast 40 % der Trafiken von
Behinderten geführt werden und man denen jegliche Existenzgrundlage
entzieht: "Wenn diese Trafikanten vor dem Aus stehen und zusperren
müssen, sind sie im Arbeitsleben kaum oder nur schwer integrier- und
vermittelbar. Hier sind die Verantwortlichen in der Politik und
Wirtschaft dringend gefordert, sich sinnvolle Maßnahmen so rasch als
möglich zu überlegen.", so Elisabeth Ortner am Schluss ihrer
Ausführungen. (gg)
Rückfragehinweis:
RFW-Niederösterreich:
Tel.: 01/408 25 20 17
email: [email protected]
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