Ortner: "Den Trafikanten wird sukzessive die Existenzgrundlage entzogen!"

Preiserhöhungen, neue Einfuhrbestimmungen, wahllose Vergabe von Lotto- und Totogenehmigungen machen heimische Trafikbesitzer zu Prügelknaben der Nation!

Wien (OTS/RFW) - Den Besitzern von heimischen Trafiken werden
durch neue Einfuhrbestimmungen für Zigaretten aus Schengenländern, Preiserhöhungen der Austria Tabak und scheinbar wahlloses nicht begründetes Verteilen von Lotto-, Totogenehmigungen andauernd Prügel vor die Unternehmerbeine geworfen.

"Eigentlich können Trafikanten kaum zu den Selbständigen gezählt werden, sind sie doch großteils nur mehr Vollstrecker von unzähligen Vorschriften und Regelungen, die ihnen aufgehalst werden", so Elisabeth Ortner, ORGA-Referentin des RFW (Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender und Unabhängiger) Niederösterreich.

Nicht nur, dass ihnen durch die neuen Einfuhrbestimmungen aus den Schengenländern das Leben schwer gemacht wird, werden auch die Lotto-und Totogenehmigungen scheinbar wahllos verteilt. Ein Trafikant muss quasi als Bittsteller um den Erhalt einer solchen Genehmigung ansuchen, um dann oft ohne Begründung eine Absage zu erhalten: "Für uns ein reines Politikum, das abgeschafft gehört. Wir vom RFW-Niederösterreich fordern: Gleichberechtigung für alle Trafikanten!"

Auch die steigenden Zigarettenpreise entwickeln sich zum Hemmschuh für die Trafikanten. Macht es doch für die Raucher auf jeden Fall Sinn ihre Zigaretten im billigeren Ausland zu kaufen: "400 Stück dürfen ja ab sofort legal nach Österreich importiert werden, so lange die Packungen mit deutschen Warnhinweisen versehen sind. Und flexibel wie unsere tschechischen Nachbarn sind, haben sie teilweise schon deutsche Warnhinweise über die tschechischen geklebt. Somit kann jeder ungestraft sein Suchtmittel über die Grenze nach Österreich mitnehmen, und die heimischen Trafikanten schauen durch die Finger", übt Ortner Kritik an den Preiserhöhungen und Einfuhrbestimmungen.

Das Trafikanten-Hilfspaket der Regierung ist für Elisabeth Ortner auch nur eine reine Augenauswischerei: "Die Erlaubnis Getränke verkaufen zu können beispielsweise, ist für viele Trafikanten mehr als uninteressant. Haben die meisten doch absolut keinen Platz in ihren Geschäften um zusätzlich noch Kühlschränke oder ähnliches aufzustellen."

Nicht nur, dass die Trafikbesitzer immer mehr unter Druck geraten, gibt Ortner auch noch zu bedenken, dass fast 40 % der Trafiken von Behinderten geführt werden und man denen jegliche Existenzgrundlage entzieht: "Wenn diese Trafikanten vor dem Aus stehen und zusperren müssen, sind sie im Arbeitsleben kaum oder nur schwer integrier- und vermittelbar. Hier sind die Verantwortlichen in der Politik und Wirtschaft dringend gefordert, sich sinnvolle Maßnahmen so rasch als möglich zu überlegen.", so Elisabeth Ortner am Schluss ihrer Ausführungen. (gg)

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