• 10.01.2008, 10:00:00
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"Konsument" analysiert Folgen der US-Hypothekenmarktkrise

3.000 Investmentfonds im Dauer-Test. Trotz Blessuren kein Grund zur Panik.

Wien (OTS) - Die ersten Meldungen von Liquiditätsproblemen
amerikanischer Hypothekenbanken erregten hierzulande kaum die
Gemüter. Und tatsächlich: Die Finanzkrise der Investmentfonds hat
sich auf den ersten Blick im deutschsprachigen Raum noch nicht
gravierend ausgewirkt. Eine genauere Analyse der in der
"Konsument"-Fondsinfo erfassten Fondmärkte zeigt allerdings, dass die
Aufwärtsentwicklung der letzten Zeit unterbrochen wurde. Auswirkungen
der Krise auf die mittelfristige und langfristige
Performanceentwicklung sind durchaus zu spüren.

Die gute Nachricht zuerst: Die Bilanz jener Fonds, die überwiegend
in Aktien österreichischer Unternehmen investieren, hat sich in der
Ein-Jahres-Performance im Schnitt (betrachtet wurde immer die
durchschnittliche Entwicklung einer Fondskategorie) zwar
verschlechtert, der jährliche Wertzuwachs über fünf Jahre stieg im
Jahresdurchschnitt jedoch von 29,3 Prozent auf 33,2 Prozent -
Fondsspesen und KEST nicht miteingerechnet. Bei Fonds mit dem
Anlageschwerpunkt Aktien in Unternehmen der Euro-Zone sank die
Ein-Jahres-Performance hingegen von 18,6 auf 14,4 Prozent. Der
jährliche Wertzuwachs in den vergangenen fünf Jahren verringerte sich
sogar von 17 auf 4,6 Prozent.

Die Kennzahlen der Aktienfonds Finanztitel haben sich ebenfalls
verschlechtert: Der Mittelwert der Ein-Jahres-Performance liegt bei
minus 2 Prozent (zuvor 11,3 Prozent). Dass es bereits schlimmere
Jahre gab, macht jedoch ein Blick auf die letzten fünf Jahre
deutlich: Die Performance konnte hier von 3,6 auf 11,1 Prozent
verbessert werden. Aufgrund steigender Zinsen war dagegen die Lage
der Rentenfonds bereits in den letzten Jahren nicht gerade rosig. Auf
Fünf-Jahressicht verringerte sich der jährliche Wertzuwachs von 4 auf
3,2 Prozent - Werte, die sich auch mit einem Sparbuch erreichen
lassen.

"Wirft man einen Blick auf die Performances der einzelnen
Marktsegmente, so sind zwar deutliche Blessuren zu sehen, aber ein
Panikverkauf wäre sicherlich nicht die beste Lösung. Eine Krise - wie
auch immer ausgelöst - kann kein guter Ratgeber für
Anlageentscheidungen sein. Weder um sofort einzusteigen noch um aus
einer verständlichen Angst- oder Panikreaktion zu verkaufen", rät
"Konsument"-Finanzexperte Bernd Lausecker. Unklar ist zudem noch, ob
sich die Krise als kleiner Rückschlag oder als eine längere Phase des
Kursverfalls entpuppt.

SERVICE: Die gezielte Abfrage der Fonds-Info-Datenbank auf
www.konsument.at kostet 9 Euro. Anleger erhalten damit die
Bewertungsdaten für einen oder mehrere Fonds sowie die
Chance-/Risikoklassen. Der Download der gesamten Fonds-Info als
PDF-Liste ist um 19 Euro erhältlich. Hier sind sämtliche Fonds nach
Anlageschwerpunkten übersichtlich in Gruppen zusammengefasst. Eine
Jahresabonnement kommt auf 200 Euro.

Rückfragehinweis:

Verein für Konsumenteninformation/
   Testmagazin "Konsument"
   Mag. Sabine Burghart
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 01/588 77 - 256 
   Email: [email protected]
   www.konsument.at

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