- 09.01.2008, 10:03:29
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Mölzer: EU darf Serbien nicht erpressen
Kosovo-Frage kann nicht an EU-Beitrittsoption für Belgrad junktimiert werden
Wien (OTS) - "Wenn noch in diesem Monat ein Stabilisierungs- und
Assoziierungsabkommen (SAA) zwischen der Europäischen Union und
Serbien abgeschlossen werden soll, dann ist das durchaus erfreulich",
erklärt der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer heute
gegenüber dem Freiheitlichen Pressedienst. Wie Belgrads Außenminister
Vuk Jeremic allerdings richtig befürchte, drohe eine Art "Kuhhandel",
indem die Europäische Union versuche, Serbiens Beitritts-Option mit
der Unabhängigkeit des Kosovo zu junktimieren, was in den Augen des
freiheitlichen EU-Abgeordneten keine Option sein kann.
"Serbiens Weg nach Europa muß ohne Repressionen erfolgen", so Mölzer
weiter, "denn nur so wird das Land am Balkan auch nachhaltig in die
europäische Integration eingebunden werden können." Was die
Kosovo-Frage betrifft, ist der EU-Parlamentarier der Ansicht, daß bei
der Lösung derselben den historisch legitimen Interessen Serbiens
unbedingt Rechnung getragen werden müsse, aber natürlich auch das
Recht auf Selbstbestimmung der Völker gewahrt sein müsse. "Eine
übereilte Lösung der komplexen Problemstellung - etwa in Form einer
raschen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo - würde diesen
Rahmenbedingungen keinesfalls gerecht werden, sondern - ganz im
Gegenteil - die Lage nur verschärfen", schließt Mölzer.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
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