GPA-DJP fordert faire Gehaltserhöhungen für Beschäftigte der Sozialversicherungen

Konflikt bei KV-Verhandlungen - Arbeitgeber beharren auf unsozialen Forderungen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Statt einer fairen Gehaltserhöhung für die Beschäftigten auch in den Sozialversicherungen zuzustimmen, beharrt der Hauptverband der Sozialversicherungen weiterhin auf erheblichen Einschnitten im Bereich des Arbeitsrechtes. Gehaltserhöhungen dürfen aber nicht durch gleichwertige Verschlechterungen im Dienstrecht finanziert werden, denn das würde in Wirklichkeit einem Gehaltsverlust gleichkommen", zeigt sich Manfred Wolf von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) wenig einsichtig.++++

Derzeit ist nicht absehbar, wann und in welcher Höhe es im Jahr 2008 eine Gehaltserhöhung für die rund 25.000 Beschäftigten bei den Sozialversicherungen geben wird. "Bisher machten die Arbeitgeber völlig unzureichende Gehaltserhöhungsangebote. Jede Verbesserung von Angeboten war mit unzumutbaren Gegenforderungen verbunden", erklärt Wolf.

Kernpunkt der gewerkschaftlichen Kritik bildet ein umfassendes Arbeitszeitpaket der Arbeitgeberseite. Weiters will der Hauptverband der Sozialversicherungsträger, dass die Dauer der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verringert werden soll. Auf rahmenrechtliche Forderungen der Gewerkschaftsseite wurde hingegen bisher nicht eingegangen. "Offenbar besteht kein Wille ernsthaft zu verhandeln", kritisiert Wolf.

Bisher konnte in zwei Verhandlungsrunden und einem Kleingespräch keine Annäherungen erzielt werden. "Am Freitag, den 11.01.2008 haben die Arbeitgeber der Sozialversicherungen die letzte Gelegenheit zu fairen Kollektivvertragsverhandlungen zurückzufinden. Danach ist mit einem ordentlichen Arbeitskonflikt zu rechnen, aber gut, wir sind vorbereitet", bedauert der Stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-DJP Karl Proyer die Entwicklung.

Morgen Donnerstag beraten rund 750 BetriebsrätInnen aus der Sozialversicherung in einer österreichweiten BetriebsrätInnenkonferenz über den bisherigen Verhandlungsverlauf und entscheiden über die weitere Vorgehensweise.

ÖGB, 9. Jänner 2008 Nr. 006

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