• 09.01.2008, 08:51:11
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GPA-DJP fordert faire Gehaltserhöhungen für Beschäftigte der Sozialversicherungen

Konflikt bei KV-Verhandlungen - Arbeitgeber beharren auf unsozialen Forderungen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Statt einer fairen Gehaltserhöhung für die
Beschäftigten auch in den Sozialversicherungen zuzustimmen, beharrt
der Hauptverband der Sozialversicherungen weiterhin auf erheblichen
Einschnitten im Bereich des Arbeitsrechtes. Gehaltserhöhungen dürfen
aber nicht durch gleichwertige Verschlechterungen im Dienstrecht
finanziert werden, denn das würde in Wirklichkeit einem
Gehaltsverlust gleichkommen", zeigt sich Manfred Wolf von der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
(GPA-DJP) wenig einsichtig.++++

Derzeit ist nicht absehbar, wann und in welcher Höhe es im Jahr
2008 eine Gehaltserhöhung für die rund 25.000 Beschäftigten bei den
Sozialversicherungen geben wird. "Bisher machten die Arbeitgeber
völlig unzureichende Gehaltserhöhungsangebote. Jede Verbesserung von
Angeboten war mit unzumutbaren Gegenforderungen verbunden", erklärt
Wolf.

Kernpunkt der gewerkschaftlichen Kritik bildet ein umfassendes
Arbeitszeitpaket der Arbeitgeberseite. Weiters will der Hauptverband
der Sozialversicherungsträger, dass die Dauer der Entgeltfortzahlung
im Krankheitsfall verringert werden soll. Auf rahmenrechtliche
Forderungen der Gewerkschaftsseite wurde hingegen bisher nicht
eingegangen. "Offenbar besteht kein Wille ernsthaft zu verhandeln",
kritisiert Wolf.

Bisher konnte in zwei Verhandlungsrunden und einem Kleingespräch
keine Annäherungen erzielt werden. "Am Freitag, den 11.01.2008 haben
die Arbeitgeber der Sozialversicherungen die letzte Gelegenheit zu
fairen Kollektivvertragsverhandlungen zurückzufinden. Danach ist mit
einem ordentlichen Arbeitskonflikt zu rechnen, aber gut, wir sind
vorbereitet", bedauert der Stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-DJP
Karl Proyer die Entwicklung.

Morgen Donnerstag beraten rund 750 BetriebsrätInnen aus der
Sozialversicherung in einer österreichweiten
BetriebsrätInnenkonferenz über den bisherigen Verhandlungsverlauf und
entscheiden über die weitere Vorgehensweise.

ÖGB, 9. Jänner 2008 Nr. 006

Rückfragehinweis:

GPA-DJP
   Dr. Barbara Lavaud
   Tel.:   05 0301-21533
   Mobil: 05 0301-61533
   E-Mail: barbara.lavaud@gpa-djp.at
   http://www.gpa-djp.at

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