- 08.01.2008, 20:31:24
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Neues Volksblatt: "Familienpolitik" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 9. Jänner 2008
Linz (OTS) - Wehe, jemand wagt es, über die Fristenlösung
nachzudenken. Geschlossen erhebt sich die grün-rote Frauenallianz und
bildet einen Schutzschild gegen alles Reaktionäre. "Unbeschreibliche
männliche Überheblichkeit" musste sich ÖVP-Justizsprecher Donnerbauer
nachsagen lassen, bloß weil er die Fristenlösung gar nicht einmal in
Frage gestellt, sondern nur über Änderungen im Vorfeld einer
Abtreibung nachgedacht hatte.
Ersichtlich wird daraus vor allem eines: Obwohl seit mehr als 30
Jahren der Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Woche straffrei
gestellt ist, bleibt die Fristenlösung ein gesellschaftspolitisch
brisantes Thema. Zuletzt hat die "Aktion Leben" sogar eine
parlamentarische Bürgerinitiative gestartet - nicht gegen die
Fristenlösung, aber für eine kinder- und elternfreundliche
Gesellschaft.
Sieht man sich die Geburtenstatistiken an, dann kann dem nur
beigepflichtet werden. Zu denken gibt, wie resistent unsere
Gesellschaft dennoch gegen die vielen Maßnahmen für Kinder und die
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf geworden ist. So gesehen
haben die SPÖ-Frauen sogar Recht, wenn sie sagen, die Fristenlösung
habe nichts mit Familienpolitik zu tun.
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