• 07.01.2008, 12:50:23
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ÖBB-Bahnhofsoffensive bietet ungeheure Impulse für Wien

"Westbahnhof Neu" wird Österreichs erste Bahnhof-City

Wien (OTS) - In ganz Österreich ist eine Bahnhofsoffensive der ÖBB
eingeleitet worden, für die rund 2 Millionen Euro aufgewendet werden,
die Hälfte davon allein für Wien. Mehrere Projekte laufen an, bzw.
befinden sich bereits im Stadium der Realisierung; Hauptpunkte in
Wien sind Zentralbahnhof, Wien-Mitte, Praterstern und der Umbau des
Westbahnhofs, für den die Arbeiten im Herbst 2008 anlaufen. Hier muss
die denkmalgeschützte Halle für drei Jahre gesperrt werden und ein
von der Mariahilfer Straße her zugängliches Provisorium errichtet
werden.

Die Präsentation des Umbauvorhabens Westbahnhof erfolgte am
Montag, dem 7. Jänner 2008 durch die Spitzen der Stadt Wien, des
Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, und der
ÖBB. Bürgermeister Dr. Michael HÄUPL betont dazu einleitend: "Die
Bahnhofsoffensive bietet ungeheure Impulse für Wien. Wenn die Kette
von Projekten der ÖBB abgeschlossen sein wird, wird diese Stadt
anders sein. Die ÖBB helfen mit, Wien ins 21. Jahrhundert zu führen".
Von den täglich 220.000 Einpendlern ist der Modal split auf der
Weststrecke der Beste, mehr als ein Drittel kommt mit dem Zug, so
HÄUPL.

Auch der neue Zentralbahnhof werde hinsichtlich der
Stadtentwicklung ein besonderes Projekt darstellen, im Umfeld des
neuen Zentralbahnhofs werden so viele Menschen sein, wie etwa in St.
Pölten.

Bundesminister Werner FAYMANN spricht sowohl die
verkehrspolitischen als auch die wirtschaftspolitischen Aspekte der
ÖBB-Bahnhofsoffensive an: "Wir finden in Österreich eine Bahn vor,
die im internationalen Vergleich sehr gut liegt, beim Vergleich mit
der Schweiz besteht aber noch Aufholbedarf. Bahnhöfe sind die
Visitkarte für die Kunden, sie dokumentieren bei den ÖBB ein
freundliches Unternehmen, das auch die Kundenwünsche eingeht".
FAYMANN betont aber auch die Wichtigkeit der Immobilienentwicklung,
man müsse auch auf neue Einnahmen achten. Einkaufs- und
Infrastrukturbereiche müssten Platz finden, diese Einnahmen sollten
in der Projektentwicklung entsprechend berücksichtigt werden.

ÖBB-Generaldirektor Mag. Martin HUBER legt ein Bekenntnis zum
Westbahnhof als einem der größten Bahnhöfe Österreichs ab und
unterstreicht: "Das Jahrzehnt der Bahnhofsoffensive in Wien läuft auf
vollen Touren. Es gilt, ein neues Flair zu schaffen, das der Stadt
Wien würdig ist". Derzeit beträgt die Frequenz auf dem Wiener
Westbahnhof rund 60.000 Reisende pro Tag, nach Inbetriebnahme des
neuen Zentralbahnhofs werde es voraussichtlich für einige Zeit ein
Absinken auf 45.000 Reisende täglich geben. Da man aber bemüht sein
wird, vor allem auf dem Abschnitt Wien - St. Pölten den Verkehr
"deutlich zu verdichten", werde mit einem Wiederansteigen auf die
alte Frequenz gerechnet.

Was das Gesamtprojekt betrifft, so bleibt die denkmalgeschützte
Halle aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg zwar
der Mittelpunkt, jedoch werden zu beiden Seiten Neubaukomplexe
errichtet. Im Gebäude links des Bahnhofs über dem Park Ecke
Mariahilfer Straße/Neubaugürtel, wird ein Bürogebäude mit einem
offenen Atrium errichtet. Rechts von der Bahnhofshalle entsteht auf
sechs Ebenen ein moderner Bürokomplex, in dem ein Hotel integriert
sein wird. Insgesamt stehen in den beiden neuen Gebäuden 29.000
Quadratmeter Geschossflächen für Büros und Hotelzimmer zur Verfügung.
Unter dem gesamten Komplex der Bahnhofs-City einschließlich der
bestehenden Bahnhofshalle wird ein neues Geschoss eingezogen, das bis
zum Gürtel reicht. Die äußere Mariahilfer Straße wird so künftig an
den Bahnhof angebunden. In dieses Großprojekt werden die ÖBB 130
Millionen Euro investieren - ein anderes Großprojekt steht kurz vor
der Fertigstellung: Die Eröffnung des Vorhabens Bahnhof Praterstern
ist für 4. April 2008 vorgesehen.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftspressedienst (ÖWP). Peter Karl Ziwny,
E-Mail: wirtschaftspressedienst@voewg.at

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