ÖBB-Bahnhofsoffensive bietet ungeheure Impulse für Wien

"Westbahnhof Neu" wird Österreichs erste Bahnhof-City

Wien (OTS) - In ganz Österreich ist eine Bahnhofsoffensive der ÖBB eingeleitet worden, für die rund 2 Millionen Euro aufgewendet werden, die Hälfte davon allein für Wien. Mehrere Projekte laufen an, bzw. befinden sich bereits im Stadium der Realisierung; Hauptpunkte in Wien sind Zentralbahnhof, Wien-Mitte, Praterstern und der Umbau des Westbahnhofs, für den die Arbeiten im Herbst 2008 anlaufen. Hier muss die denkmalgeschützte Halle für drei Jahre gesperrt werden und ein von der Mariahilfer Straße her zugängliches Provisorium errichtet werden.

Die Präsentation des Umbauvorhabens Westbahnhof erfolgte am Montag, dem 7. Jänner 2008 durch die Spitzen der Stadt Wien, des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, und der ÖBB. Bürgermeister Dr. Michael HÄUPL betont dazu einleitend: "Die Bahnhofsoffensive bietet ungeheure Impulse für Wien. Wenn die Kette von Projekten der ÖBB abgeschlossen sein wird, wird diese Stadt anders sein. Die ÖBB helfen mit, Wien ins 21. Jahrhundert zu führen". Von den täglich 220.000 Einpendlern ist der Modal split auf der Weststrecke der Beste, mehr als ein Drittel kommt mit dem Zug, so HÄUPL.

Auch der neue Zentralbahnhof werde hinsichtlich der Stadtentwicklung ein besonderes Projekt darstellen, im Umfeld des neuen Zentralbahnhofs werden so viele Menschen sein, wie etwa in St. Pölten.

Bundesminister Werner FAYMANN spricht sowohl die verkehrspolitischen als auch die wirtschaftspolitischen Aspekte der ÖBB-Bahnhofsoffensive an: "Wir finden in Österreich eine Bahn vor, die im internationalen Vergleich sehr gut liegt, beim Vergleich mit der Schweiz besteht aber noch Aufholbedarf. Bahnhöfe sind die Visitkarte für die Kunden, sie dokumentieren bei den ÖBB ein freundliches Unternehmen, das auch die Kundenwünsche eingeht". FAYMANN betont aber auch die Wichtigkeit der Immobilienentwicklung, man müsse auch auf neue Einnahmen achten. Einkaufs- und Infrastrukturbereiche müssten Platz finden, diese Einnahmen sollten in der Projektentwicklung entsprechend berücksichtigt werden.

ÖBB-Generaldirektor Mag. Martin HUBER legt ein Bekenntnis zum Westbahnhof als einem der größten Bahnhöfe Österreichs ab und unterstreicht: "Das Jahrzehnt der Bahnhofsoffensive in Wien läuft auf vollen Touren. Es gilt, ein neues Flair zu schaffen, das der Stadt Wien würdig ist". Derzeit beträgt die Frequenz auf dem Wiener Westbahnhof rund 60.000 Reisende pro Tag, nach Inbetriebnahme des neuen Zentralbahnhofs werde es voraussichtlich für einige Zeit ein Absinken auf 45.000 Reisende täglich geben. Da man aber bemüht sein wird, vor allem auf dem Abschnitt Wien - St. Pölten den Verkehr "deutlich zu verdichten", werde mit einem Wiederansteigen auf die alte Frequenz gerechnet.

Was das Gesamtprojekt betrifft, so bleibt die denkmalgeschützte Halle aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg zwar der Mittelpunkt, jedoch werden zu beiden Seiten Neubaukomplexe errichtet. Im Gebäude links des Bahnhofs über dem Park Ecke Mariahilfer Straße/Neubaugürtel, wird ein Bürogebäude mit einem offenen Atrium errichtet. Rechts von der Bahnhofshalle entsteht auf sechs Ebenen ein moderner Bürokomplex, in dem ein Hotel integriert sein wird. Insgesamt stehen in den beiden neuen Gebäuden 29.000 Quadratmeter Geschossflächen für Büros und Hotelzimmer zur Verfügung. Unter dem gesamten Komplex der Bahnhofs-City einschließlich der bestehenden Bahnhofshalle wird ein neues Geschoss eingezogen, das bis zum Gürtel reicht. Die äußere Mariahilfer Straße wird so künftig an den Bahnhof angebunden. In dieses Großprojekt werden die ÖBB 130 Millionen Euro investieren - ein anderes Großprojekt steht kurz vor der Fertigstellung: Die Eröffnung des Vorhabens Bahnhof Praterstern ist für 4. April 2008 vorgesehen.

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