Kalina: SPÖ gegen Molterer-Plan für Pensionskürzungen

ArbeitnehmerInnen bei ÖVP schlecht aufgehoben

Wien (SK) - "Die heutigen Aussagen von ÖVP-Obmann Molterer zur Frage der Pensionen lassen wohl vielen Pensionistinnen und Pensionisten den kalten Schauer über den Rücken laufen. Denn was sonst als einen Anschlag auf die Pensionisten ist die Forderung Molterers im heutigen 'Österreich'-Interview, dass die jährlichen Pensionsanpassungen in Zukunft geringer ausfallen sollen", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Auch bei der Frage der Hacklerregelung stellt sich Molterer erneut gegen einen ÖAAB-Beschluss. Es wäre wünschenswert, wenn die ÖVP bei ihrer morgigen Klausur klären könnte, ob diese neuen Anschläge auf die Pensionen der ÖVP-Kurs ohne Widerspruch sind, so Kalina. "Die SPÖ steht für solche Ideen nicht zur Verfügung. Wir werden uns darum kümmern, dass die Senioren auch weiterhin eine ordentliche Pension erhalten und damit das, was ihnen auch zusteht." ****

Für Kalina stellt sich aber auch die Frage, ob Molterer mit diesen Phantasien auf die ungeteilte Zustimmung in seiner Partei stößt. "Schon bei der Hacklerregelung war der ÖAAB ganz und gar nicht erfreut über den neoliberalen Molterer-Kurs. Da wurde ein ÖAAB-Beschluss einfach ignoriert. Heute erklärt Molterer im selben Interview schon wieder, dass das eine 'Frühpension durch die Hintertür' ist. Damit zeigt sich, dass die ÖVP eine knallharte Lobbyistenpartei ist und bleibt. Offensichtlich herrscht in der ÖVP die Meinung vor, dass Arbeitnehmer bei ihr einfach nichts verloren haben", bemerkte Kalina.

"Wenn Molterer schon der SPÖ nicht glauben will, dann soll er sich doch bei seinen Parteifreunden Amon, Neugebauer oder Hiesl erkundigen, die auch der Meinung sind, dass eine solche Verlängerung für Menschen, die ihr Leben lang hart und schwer gearbeitet haben, wirklich nichts Unanständiges ist", sagte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. "Jene Menschen, die die sogenannte 'Hackler-Regelung' in Anspruch nehmen, haben sich die Pension wirklich hart erarbeitet und brauchen sich sicher nicht als Frühpensionisten durch die Hintertür verunglimpfen lassen", so Kalina abschließend. (Schluss) js

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