ÖSTERREICH: Josef Pröll kontert Buchinger: "SP-Regierungsmitglieder denken mehr an Koalitionsbruch"

ÖVP-Regierungs-Koordinator zur Pflege-Debatte: "Genau beobachten, was in SPÖ-Zentrale vorgeht"

Wien (OTS) - Die Debatte über die Verlängerung der Pflege-Amnestie sorgt für neuen Ärger zwischen SPÖ und ÖVP. Nachdem SP-Sozialminister Erwin Buchinger der ÖVP attestiert hatte, nicht paktfähig zu sein, betont nun VP-Regierungskoordinator Josef Pröll im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe): "In der SP-Regierungsmannschaft gibt es also offensichtlich Mitglieder, die mehr an Koalitionsbruch denken, als an harte Arbeit."
Auf die Frage, ob er einen Koalitionsbruch von SP-Seite noch ausschließen könne, betont Pröll: "Wir müssen jedenfalls sehr genau beobachten, was in der SPÖ-Zentrale vorgeht und wie sich manche Minister in ihrer Selbstdarsteller-Rolle weiter verhalten."
Pröll greift Buchinger scharf an. Der Sozialminister widersetze sich der Aufforderung von Bundespräsident Heinz Fischer, den Koalitionsstreit einzustellen. "Buchinger macht genau das Gegenteil von dem, wozu der Präsident auffordert. Er sollte keine halben Lösungen in der Pflege präsentieren sondern arbeiten."
Als Regierungs-Koordinatoren seien er und Minister Werner Faymann nun "gefordert, den Sand, den andere ins Getriebe werfen, herauszuschaufeln".

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