• 02.01.2008, 13:18:22
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Feinstaub - SP-Wutzlhofer: "Wien setzt Vielzahl von Maßnahmen, City-Maut kein Thema!"

Seit gestern Partikelfilterpflicht für Offroad-Geräte unter 37 kW

Wien (OTS) - "Der Kampf gegen den Feinstaub hat für Wien oberste
Priorität, es wurden bereits zwei umfassende Maßnahmenpakete in allen
relevanten Bereichen umgesetzt", betonte heute der stv. Vorsitzende
des Wiener Umwelt-Ausschusses, Jürgen Wutzlhofer, in Reaktion auf
Aussagen der Grünen. "Dazu zählen der massive Ausbau der Öffis, die
Forcierung der Fernwärme und die Förderung der alternativen Energien,
die Modernisierung von Fuhrpark und Winterdienst der Stadt Wien und
auch etliche Maßnahmen im Sektor Baustellen." Die Einführung der
City-Maut sei für Wien deshalb kein Thema.

"Jeder von uns verursacht Feinstaub, leidet aber zugleich auch an
den Auswirkungen. Es muss in allen Bereichen angesetzt werden, denn
der Feinstaub hat viele verschiedene Quellen", so Wutzlhofer. Die
bisher von der Stadt Wien ergriffenen Maßnahmen seien zielführend.
"Allein durch die Maßnahmen im Sektor Verkehr können jährlich 33,6
Tonnen Feinstaub und 242,2 Tonnen Feinstaubvorläufersubstanz Nox
vermieden werden. Im Bereich der Industrie bringt der zwischen der
Stadt Wien und der OMV vereinbarte Einbau modernster Filteranlagen in
der Raffinierie Schwechat eine Reduktion von Feinstaub von 79,3
Tonnen und bei Nox 1.965 Tonnen."

Auch die von der Stadt Wien im September 2006 verhängte
Partikelfilterpflicht für Offroad-Geräte wie Baumaschinen über 37 kW
bringe jährlich 23 Tonnen Feinstaub weniger. Seit gestern gilt auch
für die Geräte unter 37 kW Partikelfilterpflicht", betonte Jürgen
Wutzlhofer. "Die Stadt Wien setzt im Bereich der Baustellen mit der
Wirtschaftskammer gemeinsame Maßnahmen zur Feinstaubbekämpfung. Der
massive Ausbau des öffentlichen Verkehrs trägt natürlich enorm zur
Verbesserung der Luftqualität bei, allein der Ausbau der U2 bringt
jährlich 5,3 Tonnen weniger Feinstaub und 48 Tonnen weniger Nox. Die
Flüssiggasbusse der Wiener Linien sparen jährlich 1,4 Tonnen
Feinstaub und 90 Tonnen NOX. Das Fahrverbot für LKWs, die vor 1992
zugelassen wurden und besondere "Stinker" sind, tritt zur Jahresmitte
in Kraft und wird künftig 1,9 Tonnen weniger Feinstaub und 43 Tonnen
weniger Nox pro Jahr bringen. Wien fördert darüberhinaus im
Zusammenhang mit der Feinstaubbekämpfung auch Erdgasautos, die
praktisch keinen Feinstaub erzeugen.
In die Modernisierung des Winterdiensts hat Wien bereits 8 Mio Euro
investiert, durch den Einsatz von Salzsole wurden die Splittmengen
drastisch reduziert.

"Der Kampf gegen den Feinstaub geht in Wien auf allen Ebenen
weiter. Faktum ist aber, dass Feinstaub ein europaweites Problem ist,
das auch überregional bekämpft werden muss", so Wutzlhofer. Denn
Studien der TU Wien und auch des Umweltbundesamtes würden klar
zeigen, dass ein Großteil des Feinstaubs in Wien nicht hausgemacht
ist, sondern durch Ferntransport durch Wien komme. "Neben den vielen
lokalen Maßnahmen braucht es daher auch überregionaler Anstrengungen,
etwa durch Anti-Feinstaub-Schwerpunkte mit den Mitteln der
Umweltförderung des Bundes in den neuen EU-Ländern." (Schluss)

Rückfragehinweis:

Mag. Michaela Zlamal
   SPÖ-Klub Rathaus, Presse
   Telefon 01/4000 81 930
   Mobil 0676/8118 81 930
   mailto:[email protected]
   www.rathausklub.spoe.at

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