• 29.12.2007, 09:21:45
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ÖAMTC: Schiausflügler unterschätzen Unfallgefahr durch Übermüdung

Müdigkeitssymptome unbedingt Ernst nehmen

Wien (OTS) - Wer als Erster am Lift stehen will, muss früh
aufstehen. Für viele Wintersportbegeisterte bedeutet das weniger
Schlaf und lange Anfahrten in das Schigebiet. Besonders bei der
Heimfahrt nach einem langen Schitag kann sich dann Müdigkeit
einstellen und zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen.
"Viele Autofahrer versuchen die ersten Müdigkeitssymptome mit Kaffee,
Energy-Drinks, frischer Luft oder lauter Musik zu bekämpfen. Doch
diese vermeintlichen Hausmittel helfen nur kurzfristig, danach kommt
die Müdigkeit oft noch stärker zurück und die Leistungsfähigkeit
sinkt weiter dramatisch ab", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora
Donosa. Sobald die ersten Anzeichen von Müdigkeit spürbar sind,
sollten diese auch Ernst genommen werden. "Bei Müdigkeit hilft nur
Stehen bleiben und eine längere Pause", rät Donosa.

Gähnen, schwere Augenlieder, das Bedürfnis, sich die Augen zu
reiben, Verspannungen im Nacken und zunehmende Schwierigkeiten, sich
zu konzentrieren sind erste Anzeichen von Müdigkeit und damit
Warnsignale. Wie gefährlich Übermüdung am Steuer ist, zeigen typische
Veränderungen im Fahrverhalten. Man hat Schwierigkeiten die Spur zu
halten und das Gefühl die Fahrbahn wird enger, man übersieht
Verkehrszeichen, verpasst Ausfahrten oder Abzweigungen, Fahrmanöver
anderer wirken oft überraschend und werden verspätet wahrgenommen.
"Hier herrscht bereits höchste Alarmstufe", sagt Donosa.

Die Tipps der ÖAMTC-Verkehrspsychologin

* Vor einem geplanten Schitag ausreichend schlafen.

* Kräfte während des Schifahrens einteilen, damit man noch
konzentriert und aufmerksam die Heimreise antreten kann.

* Beim Zwischenstopp auf der Skihütte und beim Après-Schi auf Alkohol
verzichten.

* Bei Anzeichen von Müdigkeit sofort eine Pause einlegen oder einen
Fahrerwechsel vornehmen.

* Als Faustregel gilt, alle 200 Kilometer vor allem auf langen,
monotonen Strecken oder alle zwei Stunden eine Pause einlegen.

* Zu viel Hitze im Auto wirkt sich ebenfalls negativ aus. "Die Gefahr
von Müdigkeit steigt, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nehmen
ab", sagt die ÖAMTC-Expertin.

* Zu warme, gepolsterte Winterbekleidung ist einengend und sie raubt
den Passagieren die Bewegungsfreiheit und vermindert die Wirksamkeit
des Sicherheitsgurtes bzw. des Kindersitzes.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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