- 27.12.2007, 12:51:48
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Silvester-Feuerwerk: Bitte Rücksicht nehmen
Bezirkshauptmannschaften machen auf Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes aufmerksam
Bregenz (VLK) - Zum bevorstehenden Jahreswechsel rufen die
Vorarlberger Bezirkshauptmannschaften auch heuer eindringlich dazu
auf, bei der Verwendung von Knallern bzw. Raketen Zurückhaltung zu
üben und auf die Mitbürger Rücksicht zu nehmen. Denn gerade in den
Tagen vor und nach Silvester sind die Feuerwerkskörper völlig fehl am
Platz. Auch Tiere leiden unter diesem für sie ungewohnten Lärm: "Für
viele Heimtiere ist die Silvesternacht eindeutig die schlimmste Nacht
des Jahres", betont Landesveterinär Erik Schmid.
Vor allem auf alte, kranke und ruhebedürftige Menschen ist
Rücksicht zu nehmen. Daher dürfen Feuerwerks- und Knallkörper nicht
in lärmempfindlichen Zonen oder in unmittelbarer Nähe von
Krankenanstalten, Alters-, Kinder- und Erholungsheimen abgeschossen
werden. Bestimmte pyrotechnische Gegenstände sind generell in
Ortsgebieten verboten. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die
meisten Feuerwerkskörper von Jugendlichen unter 18 Jahren weder
besessen noch verwendet werden dürfen.
"Schlimmste Nacht des Jahres"
Während die Sicherheitsverantwortlichen an die gesetzlichen
Vorschriften beim Zünden und Abbrennen von Feuerwerkskörpern
erinnern, macht sich Landesveterinär Erik Schmid Sorgen um die
gestressten Tiere: "Für viele Heimtiere, insbesondere Hunde und
Katzen, ist die Silvesternacht eindeutig die schlimmste Nacht des
Jahres, sie fürchten sich wirklich beinahe zu Tode". Ähnliches gilt
für Nutztiere, aber auch für Wildtiere, die im so schon anstrengenden
Winter besonders empfindlich auf Ruhestörungen reagieren.
Zum Leidwesen vieler hat sich die Knallerei in den letzten Jahren
zeitlich auf beinahe die ganze Woche zwischen Weihnachten und Neujahr
ausgedehnt, stellt der Landesveterinär mit Bedauern fest: "Damit ist
es den Tieren und deren Besitzern praktisch unmöglich, sich auf die
stressige Zeit einzustellen. Man kann die Tiere ja nicht eine ganze
Woche wegsperren oder mit Beruhigungsmitteln vollstopfen".
Gefahr für das Viehfutter
Eine weitere unangenehme Folge der Feuerwerke wurde bisher total
unterschätzt. Die heutigen Raketen und Feuerwerksköper haben einen
kilometerweiten Aktionsradius. Dabei handelt es ich oft um schwer
oder gar nicht verrottbare Plastik- und Metallteile, die während der
Vegetationszeit unbemerkt ins Viehfutter gelangen und schwere
gesundheitliche Störungen auslösen können.
Mit Respekt und Rücksicht auf die Tiere sollten deshalb folgende
Grundsätze eingehalten werden, rät Landesveterinär Schmid:
- Weniger ist manchmal mehr, reduzieren Sie ihr Feuerwerk, auch Ihren
Mitmenschen, der Umwelt und dem Klima zuliebe.
- Konzentrieren Sie das Zünden der Knall- und Feuerwerkskörpers
ausschließlich auf die Zeit des Jahreswechsels. Der gewünschte Effekt
wird damit sogar gesteigert, die unerwünschten Belastungen auf eine
kurze Zeit reduziert.
- Entsorgen Sie die Reste verlässlich, vermeiden Sie das Abfeuern auf
Weide- und Äsungsflächen.
Rückfragehinweis:
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