- 23.12.2007, 15:21:09
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ÖH: Der Zugang zum Master muss frei bleiben
Studierende sollten in ihrem Studium gefördert anstatt weiter behindert werden
Wien (OTS) - Die jüngsten Äußerungen von Wissenschaftsminister
Hahn, in welchen Zugangsbeschränkungen zu Masterstudien vorgeschlagen
werden, stellen für die Österreichische HochschülerInnenschaft erneut
einen Rückschritt dar. "Der freie und offene Hochschulzugang ist
bereits in den letzten Jahren sukzessive beschränkt worden. Hier nun
neuerlich formale Zugangsbeschränkungen im Übergang vom Bachelor zum
Master einzuführen wäre fatal für Studierende und für uns daher
untragbar", betont Hartwig Brandl vom ÖH-Vorsitzteam.
"Für uns ist klar, dass Bildung jedem und jeder zusteht und daher
auch allen zugänglich sein sollte. Eine Beschränkung des
Masterstudiums wäre nicht nur eine massive Beschneidung des Rechts
auf Bildung, sondern würde auch noch fundamental dem Grundgedanken
von Universitäten widersprechen. Diesem folgend sollten Universitäten
vor allem Bildung und nicht Ausbildung bereitstellen. Wenn nun nur
noch das Bachelorstudium frei zugänglich ist, würde dieser
Bildungsgedanke wieder einmal einem reinen Verwertbarkeitsdenken
geopfert werden", erklärt Verena Czaby (ÖH-Vorsitzteam).
Lisa Schindler aus dem ÖH-Vorsitzteam fügt hinzu: "Studierende nun
so weit einzuschränken, dass nur noch Bachelorstudien frei zugänglich
sind und hierbei nicht einmal alle, ist eine unglaubliche
Geringschätzung der Studierenden. Gerade in Anbetracht der Tatsache,
dass noch nicht einmal bekannt ist, ob ein Bachelor überhaupt
Anerkennung finden wird, sollte den Studierenden die Eingewöhnung in
das neue dreigliedrige System nicht noch weiter erschwert werden,
indem sie auf ebendiesen Bachelor begrenzt werden. Wir fordern daher,
den Zugang zum Masterstudium offen zu halten und Studierende in ihrem
Studium zu fördern anstatt zu behindern."
Auch der Vorschlag des Wissenschaftsministers den Universitätsrat
zu stärken, ist für die ÖH mehr als nur enttäuschend. "Der
Universitätsrat als undemokratisches und wenig legitimiertes Gremium
sollte nicht gestärkt sondern abgeschafft werden. Immerhin befinden
sich im Universitätsrat Personen, die meist wenig bis gar nichts mit
Universitäten zu tun haben und daher weder die Probleme noch Anliegen
der Studierenden und Universitätsangehörigen kennen. Für uns ist
dieser Vorschlag also absolut nicht nachvollziehbar und wir fordern
den Wissenschaftminister auf diesen noch einmal zu überdenken",
betont das ÖH-Vorsitzteam.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Olivia Weiss, Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 211
mailto:[email protected] http://www.oeh.ac.at
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