Caritas: Wenn alles teurer wird, bleibt kein Geld für Geschenke

Landau wünscht sich 2008 mehr Augenmerk auf Armutsbekämpfung

Wien (OTS) - Wenn Wohnen und Energiekosten den größten Teil des Einkommens ausmachen und auch noch die Preise für Lebensmittel steigen, bleibt in vielen Familien kaum Geld für Geschenke. "Wir sehen in unseren Einrichtungen, dass Armut und Not auch in Österreich mehr werden. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Das ist eine Entwicklung, die mich auch persönlich mit großer Sorge erfüllt", so Caritasdirektor Michael Landau. Eine Sorge, die laut einer aktuellen Umfrage immerhin ein Drittel der Österreicher teilt.

Rund 1,6 Milliarden Euro werden die Österreicherinnen und Österreicher heuer laut Umfragen für Weihnachtsgeschenke ausgeben. "Ein unvorstellbarer Betrag für die Menschen, die bei uns Unterstützung und Hilfe suchen", sagt Landau. Viele von ihnen müssen nach Abzug der Fixkosten mit weniger als 7 Euro pro Tag auskommen. Und diese Fixkosten steigen.

"Wenn Menschen entscheiden müssen, ob sie ihr weniges Geld lieber fürs Heizen oder Essen ausgeben sollen, ist das nicht nur so kurz vor Weihnachten traurig", so Landau. "Mein Wunsch zu Weihnachten und für das neue Jahr ist deshalb, dass die Bundesregierung die Sorgen der Menschen ernst nimmt und sich diesem Thema 2008 offensiv widmet. Es ist Zeit hinzusehen und nicht wegzusehen. Armutsbekämpfung und Armutsvermeidung müssen ganz oben auf die politische Agenda!"

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