• 21.12.2007, 13:26:14
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Plassnik: "Festtag der Freiheit"

Außenministerin bei Festakt zur Grenzöffnung zwischen Österreich und Slowenien

Wien (OTS) - Wien, 21. Dezember 2007 - "Heute ist ein Festtag der
Freiheit mit gesamteuropäischer Dimension. Erstmals seit vielen
Jahrzehnten haben wir Österreicher wieder offene Grenzen zu allen
Nachbarn", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich des
Festakts zum Fall der Grenzkontrollen zwischen Österreich und
Slowenien vor dem Karawankentunnel in Kärnten. Die Außenministerin
nahm an diesem Festakt, der sowohl Vertreter der Kärntner
Slowenenverbände als auch der Gottscheer aus Slowenien einbezog,
gemeinsam mit ihrem slowenischen Amtskollegen Dimitrij Rupel, dem
Kärntner EU-Landesrat Josef Martinz und dem EU-Abgeordneten Hubert
Pirker teil. "Das neue Europa besteht nicht aus Brüssel. Heute werden
die verschiedenen Ebenen des gemeinsamen Europas deutlich sichtbar -
die Gemeinden, die Regionen und die Staaten."

Für Kärnten habe der Schritt der Schengen-Erweiterung eine
besondere Dimension. "Gerade als Teilhaber und Mitgestalter der
Europäischen Union ist es Kärnten und Slowenien gelungen, eine neue
Qualität der Nachbarschaft zu erreichen. Der Abbau der Grenzbalken
ist ein weiterer bedeutsamer Schritt des aufeinander Zugehens und des
einander Vertrauens. Das zusammenwachsende Europa bietet speziell für
Kärnten einen enormen Chancenreichtum. Kärnten als Begegnungsort und
Schnittstelle dreier Kultur- und Traditionskreise hat allen Grund,
mit modernem Selbstvertrauen zuversichtlich in die Zukunft zu
blicken."

"Das ist ein Tag der gemeinsamen Freude über konkrete Resultate
dieses neuen Europa: die Schranken fallen, die Sicherheit bleibt.
Unsere Grenzen werden sich nicht auflösen, sie werden auch nicht
verschwinden. Sie werden aber eine neue Beschaffenheit haben",
unterstrich Plassnik. "Die Kärntnerinnen und Kärntner haben dabei den
direkten Vergleich ihrer italienischen Grenze. Unsere Grenze zu
Slowenien wird ab heute so sein wie es die Grenzen zu Italien und
Deutschland schon seit langem sind. Wir haben nicht einmal 20 Jahre
nach dem Fall des Eisernen Vorhangs diese wichtige Etappe in der
Wiedervereinigung Europas geschafft."

"Wie bei jedem neuen weitreichenden Schritt verspüren manche
Bedenken und Ängste", erklärte die Ministerin "Ich kann diese Ängste
verstehen. Hier ist freilich ein nüchterner Blick auf die Fakten und
auf die umfassenden Vorarbeiten gefragt. Die Schengen-Erweiterung
wurde jahrelang hinter den Kulissen minutiös vorbereitet - von der
EU, von unseren Nachbarn und von Österreich. Innenminister Günther
Platter hat sich unermüdlich eingesetzt, durch gezielte Hilfe,
Verstärkung der Sicherheitszusammenarbeit mit den Nachbarn und auch
Kontrolle seitens Österreichs. Wir haben penibel darauf geachtet,
dass alle Voraussetzungen für diesen wichtigen Schritt ohne
irgendwelche Abstriche genau eingehalten wurden. Europa macht es sich
nicht leicht, wenn es um die Sicherheit und Freiheit seiner Bürger
geht."

"Alle unsere Nachbarn haben hart gearbeitet und sich auf diese
"Europareifeprüfung in Sachen Sicherheit" gewissenhaft vorbereitet",
betonte die Ministerin. So habe etwa Slowenien rund 300 Mio. Euro in
die Vorbereitungen investiert und intensive Schulungen der Polizei
durchgeführt. "Der Erfolg ist schon jetzt feststellbar. So ist etwa
zwischen 2005 und 2006 die Zahl der illegalen Grenzübertritte an der
kroatisch-slowenischen Grenze um 34% zurückgegangen. Wir können
unseren Nachbarn vertrauen, dass sie nicht nur willens, sondern auch
in der Lage sind, den Schutz unserer gemeinsamen EU-Außengrenze
umfassend zu gewährleisten. Der gemeinsame Schengenraum wird daher
ein Mehr an Freiheit, aber auch an Sicherheit für uns alle bringen.
Das ist ein Sieg der Freiheit und Vernunft über Unfreiheit und
Angst."

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für europäische 
   und internationale Angelegenheiten
   Presseabteilung
   Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
   Fax: ++43 (0) 50 1159-213 
   mailto:[email protected]
   http://www.aussenministerium.at
   http://www.bmeia.gv.at

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