Appell von Tierschutzministerin Kdolsky - Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Über Weihnachten steigt die Zahl der ausgesetzten Tiere um bis zu 25 Prozent

Wien (OTS) - In wenigen Tagen ist Weihnachten und die Suche nach
den letzten Geschenken hat begonnen. In diesem Zusammenhang warnt Tierschutzministerin Andrea Kdolsky heute, Donnerstag, davor, vorschnell Tiere zu verschenken. "Schon während oder kurz nach den Feiertagen werden unüberlegt gekaufte Tiere schnell lästig. Viele neue Tierbesitzer bedenken nicht, dass die sehr oft gekauften bzw. verschenkten Welpen noch nicht stubenrein sind und sehr viel Zeit und Zuwendung benötigen. Auf der Strecke bleiben dabei die verschenkten Hunde und Katzen - sie landen in den Tierheimen oder werden - noch schlimmer - einfach ausgesetzt. Allein über Weihnachten steigt die Zahl der ausgesetzten Tiere um bis zu 25 Prozent." ****

Kdolsky appelliert deshalb an alle, die zu Weihnachten ein Tier kaufen möchten, sich ganz genau zu überlegen, was dazu nötig ist und wie man mit dieser Verantwortung umgeht. "Hunde, Katzen oder Kleintiere wie Hamster und Hasen sind wertvolle Familienmitglieder und haben gerade für Kinder einen hohen pädagogischen Wert. Die Entscheidung für ein Tier ist aber eine langfristige und muss deshalb mit allen Familienmitgliedern genau besprochen werden. Wer übernimmt welche Aufgaben? Welche zusätzlichen Anschaffungen sind nötig? Wer übernimmt die Pflege des Vierbeiners wenn die Familie verreist? Das sind nur einige der wichtigen Fragen, die es zu klären gilt."

Weiters muss vor der Anschaffung von Hunden oder Katzen unbedingt der Vermieter kontaktiert und sein Einverständnis eingeholt werden. Und gerade berufstätige Menschen müssen sich überlegen, was nach den arbeitsfreien Feiertagen mit den Tieren passiert. Erlaubt der Arbeitgeber die Mitnahme an den Arbeitsplatz oder müssen bzw. können andere Familienmitglieder untertags auf den Vierbeiner aufpassen? Ist die Entscheidung für ein Tier getroffen, ist es besonders wichtig, ausschließlich seriöse Züchter zu kontaktieren. Gerade in den grenznahen Regionen der östlichen Nachbarstaaten werden oft Welpen direkt aus Kofferräumen oder in Schachteln angeboten. Weder die Herkunft noch der Gesundheitszustand dieser Tiere ist von Laien abschätzbar, deshalb unbedingt Finger weg von dieser sogenannten "Hundemafia".

"Tiere schenken uns ihr volles Vertrauen und all ihre Liebe. Sie verdienen deshalb unseren Respekt und ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Der Kauf eines Vierbeiners darf nicht das Ende der Weihnachtsgeschenk-Jagd sein sondern der Beginn einer vertrauensvollen und sehr schönen Beziehung zwischen Tier und Mensch. Richtig geplant, machen Tiere viele Jahre Freude, unüberlegt gekauft, schadet man jedoch mehr als man hilft", so Kdolsky abschließend.

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