- 20.12.2007, 10:54:05
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Appell von Tierschutzministerin Kdolsky - Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke
Über Weihnachten steigt die Zahl der ausgesetzten Tiere um bis zu 25 Prozent
Wien (OTS) - In wenigen Tagen ist Weihnachten und die Suche nach
den letzten Geschenken hat begonnen. In diesem Zusammenhang warnt
Tierschutzministerin Andrea Kdolsky heute, Donnerstag, davor,
vorschnell Tiere zu verschenken. "Schon während oder kurz nach den
Feiertagen werden unüberlegt gekaufte Tiere schnell lästig. Viele
neue Tierbesitzer bedenken nicht, dass die sehr oft gekauften bzw.
verschenkten Welpen noch nicht stubenrein sind und sehr viel Zeit und
Zuwendung benötigen. Auf der Strecke bleiben dabei die verschenkten
Hunde und Katzen - sie landen in den Tierheimen oder werden - noch
schlimmer - einfach ausgesetzt. Allein über Weihnachten steigt die
Zahl der ausgesetzten Tiere um bis zu 25 Prozent." ****
Kdolsky appelliert deshalb an alle, die zu Weihnachten ein Tier
kaufen möchten, sich ganz genau zu überlegen, was dazu nötig ist und
wie man mit dieser Verantwortung umgeht. "Hunde, Katzen oder
Kleintiere wie Hamster und Hasen sind wertvolle Familienmitglieder
und haben gerade für Kinder einen hohen pädagogischen Wert. Die
Entscheidung für ein Tier ist aber eine langfristige und muss deshalb
mit allen Familienmitgliedern genau besprochen werden. Wer übernimmt
welche Aufgaben? Welche zusätzlichen Anschaffungen sind nötig? Wer
übernimmt die Pflege des Vierbeiners wenn die Familie verreist? Das
sind nur einige der wichtigen Fragen, die es zu klären gilt."
Weiters muss vor der Anschaffung von Hunden oder Katzen unbedingt
der Vermieter kontaktiert und sein Einverständnis eingeholt werden.
Und gerade berufstätige Menschen müssen sich überlegen, was nach den
arbeitsfreien Feiertagen mit den Tieren passiert. Erlaubt der
Arbeitgeber die Mitnahme an den Arbeitsplatz oder müssen bzw. können
andere Familienmitglieder untertags auf den Vierbeiner aufpassen? Ist
die Entscheidung für ein Tier getroffen, ist es besonders wichtig,
ausschließlich seriöse Züchter zu kontaktieren. Gerade in den
grenznahen Regionen der östlichen Nachbarstaaten werden oft Welpen
direkt aus Kofferräumen oder in Schachteln angeboten. Weder die
Herkunft noch der Gesundheitszustand dieser Tiere ist von Laien
abschätzbar, deshalb unbedingt Finger weg von dieser sogenannten
"Hundemafia".
"Tiere schenken uns ihr volles Vertrauen und all ihre Liebe. Sie
verdienen deshalb unseren Respekt und ein hohes
Verantwortungsbewusstsein. Der Kauf eines Vierbeiners darf nicht das
Ende der Weihnachtsgeschenk-Jagd sein sondern der Beginn einer
vertrauensvollen und sehr schönen Beziehung zwischen Tier und Mensch.
Richtig geplant, machen Tiere viele Jahre Freude, unüberlegt gekauft,
schadet man jedoch mehr als man hilft", so Kdolsky abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend Mag. Jürgen Beilein Pressesprecher von Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky Tel: +43/1/71100-4309 Fax: +43/1/71100-14305 mailto:[email protected] http://www.bmgfj.gv.at
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