• 19.12.2007, 18:02:54
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Pleil: EU-Weinmarktreform ist ein guter Kompromiss für Österreichs Winzer

Traditionelle Verfahren wie etwa Aufzuckerung sind weiterhin möglich

Wien (OTS) - "In der für Österreich entscheidenden Frage der
Aufzuckerung erzielten die EU-Agrarminister, insbesondere
Landwirtschaftsminister Josef Pröll, bei den Verhandlungen über die
europäische Weinmarktreform einen guten Kompromiss, da künftig die
Verwendung von Zucker bei der Weinbereitung, wie sie in Deutschland,
Österreich, aber auch Nordfrankreich seit Jahrhunderten üblich ist,
weiterhin erlaubt ist. Die Diskriminierung traditioneller Verfahren
konnte ebenso abgewendet werden wie auch die Nennung der Anreicherung
am Etikett, die bis zuletzt in den Verhandlungen verlangt wurde. Für
Österreich besonders erfreulich ist die Aufstockung des nationalen
Finanzrahmens für den Zeitraum 2009 bis 2015 um zusätzliche EUR 20
Mio. Damit haben wir weitere Mittel für Marktanpassung,
Absatzförderung, Produktinnovationen und Kellertechnik zur
Verfügung", betonte Josef Pleil, Präsident des Österreichischen
Weinbauverbandes, in einer ersten Stellungnahme zum Abschluss der
Verhandlungen der Agrarminister über die EU-Weinmarktreform.

Positiv bewertet der Österreichische Weinbauverband vor allem das
Ende der Überschussvernichtung, die Entschärfung der Vorschriften zur
Rodung, die Sicherung der Pflanzrechte auf nationaler Ebene bis 2018
sowie die Beibehaltung des in schwachen Jahren traditionell üblichen
Zusatzes von geringen Zuckermengen zum Most.

"Mit dem vorliegenden Kompromiss zur Weinmarktordnung haben die
EU-Agrarminister ein Ergebnis erzielt, das sowohl den nördlichen
Ländern entgegenkommt als auch den südlichen, die bisher besonders
von den EU-Förderungen für die Destillation der Nebenerzeugnisse und
für die Krisendestillation profitiert haben. Nach einer
Übergangsfrist von vier Jahren sollen diese beiden 'Notmaßnahmen' für
die Entsorgung von überschüssigem Wein zu Industrie- oder
Trinkalkohol auslaufen. Das gilt auch für die EU-Subventionen für die
Herstellung von Traubenmostkonzentrat, von denen Italien bisher
besonders stark profitiert hat", ergänzte Pleil abschließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Schauflergasse 6, 1014 Wien
Tel.: 01/53441-0, Fax: 01/53441-8509
mailto: [email protected]
http://www.agrarnet.info

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