- 19.12.2007, 15:07:00
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Plassnik: "Europa wächst zusammen"
Außenministerin und Innenminister zur Schengen-Erweiterung
Wien (OTS) - "Die Schengen-Erweiterung ist ein Quantensprung in
der europäischen Zusammenarbeit. Und unser gemeinsames Europa ist
bereit für diesen Quantensprung", erklärte Außenministerin Ursula
Plassnik heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenminister
Günther Platter.
"Die Grenzen werden keineswegs verschwinden. Ebenso wenig wie sie
mit Deutschland und Italien verschwunden sind", betonte Plassnik.
"Aber sie werden eine neue Qualität erhalten. Unsere Grenzen mit der
Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn und Slowenien werden für
die Menschen demnächst so sein, wie unsere Grenzen mit Deutschland
und Italien."
Plassnik unterstrich die sorgfältige und präzise Vorbereitung der
Erweiterung. "Das ist ein gewissenhaft und umsichtig vorbereitetes
Stück europäischer Integrationsgeschichte". Das bedeute aber
keineswegs, dass die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ignoriert
würden. "Die Befürchtungen der Menschen werden von uns sehr ernst
genommen. Man kann ihnen aber nur mit Nüchternheit, mit Blick auf die
Fakten und mit präziser Vorarbeit begegnen. Gerade Innenminister
Günther Platter hat sich hier unermüdlich eingesetzt, unter anderem,
indem er die Sicherheitszusammenarbeit mit den Nachbarn gezielt
ausgebaut und auf die Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards
geachtet hat", erklärte Plassnik, die auch auf die enge
Zusammenarbeit und Verzahnung zwischen Innen- und Außenministerium im
Vorbereitungsprozess verwies.
Gerade für Österreich habe die Grenzöffnung eine besondere
europäische Dimension: "Dort wo vor 20 Jahren noch der Eiserne
Vorhang stand, werden übermorgen die traditionellen Grenzschranken
abgebaut. Unsere europäische Nachbarschaft wird damit eine neue
Qualität erreichen. Für unsere Nachbarn bedeutet dieser Schritt auch,
dass sie im gemeinsamen Europa endgültig angekommen sind. Das ist ein
wichtiges Signal."
Darauf angesprochen, dass einige Landeshauptmänner, insbesondere
Landeshauptmann Hans Niessl, angekündigt haben, nicht an
Feierlichkeiten zur Verlegung der Schengen-Grenze teilnehmen zu
wollen, erklärte Plassnik: "Diese Entscheidung ist für mich
unverständlich und ein Zeugnis für Kleinmut und Verzagtheit."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Presseabteilung Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550 Fax: ++43 (0) 50 1159-213 mailto:[email protected] http://www.aussenministerium.at http://www.bmeia.gv.at
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