• 14.12.2007, 18:56:17
  • /
  • OTS0321 OTW0321

Wiener Gemeinderat (9)

Dringliche Anfrage zum Thema "Jugendwohlfahrt"

Wien (OTS) - GR Mag. Maria Vassilakou (Grüne) unterstellte der
Wiener SPÖ, das System "schön zu reden". Auch dieses System hätte
Lücken, wie etwa einen eklatanten Personalmangel. Sie appellierte an
die Wiener Stadtregierung, in flächendeckende
Kinderbetreuungsangebote zu investieren, um zur Entlastung der Eltern
beizutragen. Zudem wäre die Aufstockung der Anzahl von
Schulpsychologen und Sozialarbeitern äußerst wichtig, der derzeitige
Einsatz von Schulpsychagogen reiche nicht aus.

GR Mag. Ines Anger-Koch (ÖVP) verwies auf Kontrollamts- und
Kinder- und Jugendanwaltschaftsberichte der letzten Jahre, die
wiederholt auf einen Ressourcenmangel im Jugendschutzbereich
hingewiesen hätten. Durch die allgemeine Schulpflicht sei die Schule
ein geeigneter Ort, um Missstände aufzudecken. Daher forderte
Anger-Koch Schulmediation für alle Wiener Schulstandorte.

GR Heinz Vettermann (SPÖ) betonte, dass das Kontrollamt seit
zwei Jahren der Stadt Wien in diesem Bereich ein gutes Zeugnis
ausstelle. In Wien werde sehr sauber und professionell gearbeitet,
auch in Schulen gebe es sehr wohl Betreuung durch Programme wie
"faustlos", Beratungen und den Einsatz von PsychagogInnen. Dass
Personal abgebaut worden sei, sei schlichtweg falsch. Es werde
laufend evaluiert, ob Ressourcen in dem Bereich ausgebaut werden
sollten.

GR Monika Riha (ÖVP) erinnerte daran, dass es bei Gewalt gegen
Kinder keine Toleranz geben könne. Eine Möglichkeit dagegen zu
steuern sei es, auf Prävention bei den Eltern zu setzen. Diese
bräuchten mehr Unterstützung. Riha schlug das Konzept "begleitendes
Elterncoaching" vor, wo Eltern auf ihre Rolle vorbereitet werden
sollen. Sie kritisierte die Wiener Stadtregierung, für die aktuelle
Kampagne zur Wertschätzung von Kindern lediglich 30.000 Euro zur
Verfügung gestellt zu haben, während die Kampagne zur EURO 2008 rund
eine Million gekostet hätte.

Abstimmung: Die zwei von der Opposition eingebrachten Beschluss-
und Resolutionsanträge zur Sozialarbeit und zum Ausbau der
Verbindungsdienste wurden mehrstimmig abgelehnt. Damit endete die
Debatte um die Dringliche Anfrage.

Subventionsanträge

Mit der Fortsetzung der Diskussion um diesen Punkt wurde die
normale Tagesordnung wieder aufgenommen.

GR Mag. Tanja Wehsely (SPÖ) unterstrich, dass die zu fördernden
Vereine im Jugendbereich (Verein Wiener Jugendzentren, Verein Alte
Fleischerei und Verein Kultur- und Sportverein der Wiener
Berufsschulen) hervorragende Arbeit in dieser Stadt leisten würden.
Sie verwehrte sich gegen die Unterstellung, dass es im Wiener
Jugendbereich keine Evaluierung oder Transparenz der
Subventionsgebarung geben würde. Im Gegenteil, es gebe sehr wohl
Transparenz u.a. durch Halbjahresberichte, Jahresberichte,
Festsetzung von Qualitätsstandards und Qualitätsmonitoring. Die Stadt
Wien sei mit ihrem Modell "Jugendarbeit" europaweit führend. (Forts.)
red/spa

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Diensthabender Redakteur
Tel.: 4000/81 081

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel