• 14.12.2007, 13:38:03
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BM Schmied überreicht Würdigungspreis für realisierte Projekte der Kunst und Förderungspreis für aktuelle Projekte der Kunst im sozialen Raum

Wien (OTS) - Kulturministerin Claudia Schmied überreicht heute
Nachmittag im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur den
zweifach vergebenen Würdigungspreis für realisierte Projekte der
Kunst im sozialen Raum 2007 an Elizabeth McGlynn, Wien, und die
InterACT-Werkstatt für Theater und Soziokultur, Graz. Der
Förderungspreis für aktuelle Projekte der Kunst im sozialen Raum 2007
wird an die gemeinsamen Bewerber MEDEA-Initiative für Kunst und
Medien & PANGEA-Interkulturelle Medienwerkstatt, Linz, vergeben.
Die Laudatio hält Univ. Prof. Mag. Barbara Putz-Plecko von der
Universität für angewandte Kunst Wien.

Mag. Elizabeth McGlynn lebt seit 1987 als bildende Künstlerin und
Kunsttherapeutin in Wien und arbeitet seit 20 Jahren im Spannungsfeld
zwischen kulturwissenschaftlich-theoretischer, künstlerischer,
psychoanalytischer und klinisch-praktischer Denkweise. Neben einem
Lehrauftrag an der Universität für angewandte Kunst zur "Erschließung
außerschulischer Berufsfelder" ist sie am Psychosomatischen Zentrum
Waldviertel Eggenburg sowie als freie Künstlerin tätig. McGlynn
leistete Pionierarbeit für eine Kunstentwicklung in sozialen Feldern,
auf die bereits eine nachfolgende Generation aufbauen kann.

Der Verein InterACT-Werkstatt für Theater und Soziokultur wurde 1999
in Graz von dem Soziologen, Erziehungswissenschafter,
Theater- und Kulturwissenschafter Dr. Michael Wrentschur
gegründet. Der Verein entwickelt Beteiligungs- und Kulturprojekte,
die die Partizipation benachteiligter Bevölkerungsgruppen, wie
arbeitslose Menschen, AsylwerberInnen, obdachlose Menschen u.a. zum
Ziel haben. Durch Inszenierungen im öffentlichen Raum wird die
Bevölkerung auf Missstände und Ungerechtigkeiten aufmerksam gemacht;
die Beteiligten erfahren eine Stärkung ihres Selbstbewusstseins und
ihrer Ausdrucksfähigkeit. Ein wichtiges Projekt war das "Forumtheater
gegen Gewalt in der Familie" (2002/03). Zurzeit wird an der
Projektreihe "forum.findet.stadt07: Neuer Armut entgegenwirken"
gearbeitet. Der Verein ist in Graz und in der Steiermark tätig.

Die Linzer MEDEA- Initiative für Kunst und Medien ist in den Feldern
Kunst, Medien, Sozialarbeit, Bildung und Politik tätig und wurde 1998
von der Medienpädagogin und bildenden Künstlerin Andrea Reisinger
gegründet. Nach ersten Radioworkshops mit gesellschaftlich
benachteiligten Gruppen, brachte das Projekt "zuagroast" 1999 eine
Schwerpunktsetzung auf die Zielgruppe junge MigrantInnen mit sich. Im
Jahr 2000 startete der Verein MEDEA das Projekt Interkulturelle
Medienwerkstatt PANGEA, das im Jahr 2005 zur Gründung des
eigenständigen Vereins PANGEA führte. Geboten wird ein betreuter
offener Zugang zu Internet-Arbeitsplätzen, der von rund 150
Jugendlichen aus 30 Nationen genutzt wird. Seither wurde eine Reihe
kultureller Kooperationsprojekte der beiden Vereine entwickelt.
PANGEA bietet offene Ateliers, Organisation von Ausstellungen und
Internationalisierung durch Austauschausstellungen mit ausländischen
Künstlern und Künstlerinnen.

Der Würdigungspreis ist mit 11.000 Euro dotiert und wird für
ausgeführte Kunstprojekte zur Partizipation sozial benachteiligter
Menschen vergeben. Der mit 7.500 Euro dotierte Förderungspreis wird
für ein laufendes oder im Planungsstadium befindliches Kunstprojekt
zur Partizipation sozial benachteiligter Menschen zuerkannt.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Öffentlichkeitsarbeit/cb
Tel.: (++43-1) 53 120-5153

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