• 14.12.2007, 10:37:04
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FPÖ Wien: Aktueller Anlassfall von Kindesmisshandlung zeigt: Dringender Reformbedarf bei Jugendwohlfahrt und Jugendamt

Wien, 14.12.2007 (fpd) - Die Reaktion des Wiener Jugendamtes "Wir
haben gut gearbeitet" betreffend der Kindesmisshandlung im Fall der
achtjährigen Nicole mache deutlich, dass es bei der zuständigen
Stelle für Jugendarbeit eine massive Krisensituation gebe, so heute
die Gemeinderäte der Wiener FPÖ, LAbg. Veronika Matiasek sowie LAbg.
Mag. M.A.I.S Johann Gudenus im Zuge der laufenden
Gemeinderatssitzung.

Angesichts der steigenden Zahl von Kindesmisshandlungen müsse
reagiert werden und dürfe nicht im System, das ganz offensichtlich
Lücken hat, weitergewurschtelt werden, so Matiasek, die weiter meint,
dass eine umfassende Analyse Grundlage für eine große Reform in der
Jugendwohlfahrt sein müsse.
Man werde nicht umhin kommen, die finanziellen Mittel dafür
entsprechend aufzustocken, mehr Personal einzusetzen, die Ausbildung
zu verbessern und eine Lösung für fehlende Unterbringungsplätze zu
finden.

Der aktuelle Anlass zeige auch, dass in vielen Fällen der angemeldete
Kontrollbesuch von Mitarbeitern des Jugendamtes nicht ausreiche - die
unangemeldete Kontrolle muss daher in jedem Fall wieder verstärkt
werden.
Es stehe nicht die Befindlichkeit der Eltern, sondern das Wohl des
Kindes im Vordergrund, betont Gudenus.

Kindergartenpädagogen, Lehrer und Ärzte müssen verstärkt
sensibilisiert werden und die Vernetzung aller Kontaktpersonen müsse
ausgebaut und effizienter werden. Bedauerlicherweise zeige sich aber
auch immer wieder, dass Nachbarn und Angehörige oft mit ihren, beim
Jugendamt gemeldeten, Wahrnehmungen ins Leere laufen. Diese Meldungen
müssen ausnahmslos ernst genommen werden, vor allem, wenn es um
Familien geht, die dem Jugendamt bekannt sind. Es dürfe nicht dazu
kommen, dass erst etwas passiere, damit etwas passiert, so die beiden
Gemeinderäte, Matiasek und Gudenus, unisono.

Die Wiener FPÖ fordert daher die zuständige Stadträtin Laska auf, in
Zusammenarbeit mit allen relevanten Stellen, dringend notwendige
Reformschritte in die Wege zu leiten. Auch die, von der FPÖ seit
langem geforderte Elternschule sowie mehr begleitende Beratung für
Eltern, sollten dabei ins Auge gefasst werden, so Gudenus und
Matiasek abschließend. (Schluss) paw

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

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