Schmied erfreut über "geglückten Schulgipfel": Über 100 ExpertInnen und Schulpartner im guten Dialog für gemeinsame Lösungen

Bildungsministerin kündigt bundesweite Einführung einer Schulpartner-Plattform an

Wien (SK) - Zufrieden bilanzierte Bildungsministerin Claudia
Schmied am Donnerstagabend den heutigen Tag, der "ganz im Zeichen der Bildung stand": "Die Österreich-Premiere des großen Schulgipfels ist gelungen. Wir sind am Weg des Dialogs und des gemeinsamen Erarbeitens von Lösungen". Ganze 109 ExpertInnen und bildungspolitische Akteure hatten sich unter dem Motto "Verantwortungspartnerschaft Bildung" eingefunden, um in "guter Atmosphäre und konstruktivem Klima" an Lösungen und Maßnahmen zu einer Verbesserung der Zukunft unserer Kinder zu arbeiten. An zentralen Maßnahmen nannte Schmied etwa die Einführung flächendeckender Bildungsstandards begleitet von einer "Feedback- und Monitoringkultur" sowie die "bundesweite Einführung einer Plattform der Schulpartner", wodurch die einzelnen Schulpartner "stärker in den Innovationsprozess eingebunden werden", so Schmied in einer Pressekonferenz nach dem von ihr initiierten Schulgipfel. Außerdem solle der muttersprachliche Unterricht gestärkt werden. ****

Auch der Vorsitzende der Expertenkommission, Bernd Schilcher, lobte das gute Gesprächsklima: "Von ideologischen Verhärtungen war nichts zu spüren. Allen war klar, dass es um gemeinsame Lösungen geht". "Es stimmt mich positiv, dass es gelungen ist, die vorhandene Energie zielgerichtet" für eine Verbesserung der Zukunft unserer Kinder einzusetzen, statt sie im "alten Spiel des 'Wer hat Schuld'" verpuffen zu lassen, beschrieb Schmied einen wesentlichen Erfolg des heutigen Schulgipfels. Eine wichtige Zielsetzung sei es, "Bildungserfolge systemisch zu verankern", so Schmied, die hier auf den "Schwerpunkt für 2008", nämlich die Implementierung qualitätsorientierter Bildungsstandards verwies. Die Entwicklungsarbeit sei hier "voll im Gang" - 2008 werde es den nötigen Regierungsbeschluss zu den Bildungsstandards geben, so dass das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung (BIFIE) mit der Implementierung der Standards beginnen könne.

Verstärkte Frühförderung zur Verbesserung der Integration -Muttersprachlichen Unterricht forcieren

Aber auch bei integrationsbezogenen Maßnahmen sei die Regierung Gusenbauer auf dem richtigen Weg, so Schmied, die hier die verstärkte frühe Sprachförderung nannte. Besonders wichtig sei es zudem, die "Zweisprachigkeit besonders zu beachten", nannte Schmied eine Erkenntnis des heutigen Schulgipfels. So solle in Zukunft in einzelnen Fächern verstärkt in der Muttersprache unterrichtet werden, verdeutlichte Schmied, die daran erinnerte, dass muttersprachliche Kompetenz auch beim Erwerb der Sprache des aufnehmenden Landes wichtige Voraussetzung sei. Im Bildungsministerium selbst würden zur Stärkung des Bereichs Integration außerdem die Felder Integration, Sprachförderung und Interkulturelles zusammengeführt und prioritär als "eigene, gestärkte Abteilung" geführt. Wichtig sei es beim Thema Integration auch, LehrerInnen für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen. Schmied erläuterte, dass sie hier bereits mit den Pädagogischen Hochschulen im intensiven Gespräch sei. Vorstellen könne sie auch ein "Werbeprogramm", um zweisprachige LehrerInnen für Integrationsmaßnahmen in den Schulklassen zu gewinnen, ergänzte die Bildungsministerin.

Schulgipfel markiert Paradigmenwechsel in Gesprächskultur

Der Schulgipfel, der gleichzeitig Markstein für den notwendigen "Paradigmenwechsel in der Arbeits- und Gesprächskultur" war, sei gekennzeichnet gewesen von "einem konstruktivem Dialog auf Augenhöhe aller bildungspolitischen Akteure", so Schmied. Zudem habe eine "tiefe Auseinandersetzung mit Verantwortungskultur" stattgefunden -alle AkteurInnen hätten sich dazu bekannt, dass jeder seinen Beitrag zur Verbesserung des Bildungssystems leisten müsse. Diskutiert habe man an zwölf sehr heterogen besetzten Tischen insgesamt vier Themenfelder, nämlich: "Chancengerechtigkeit im Bildungssystem; Verantwortung, Leitung und Autonomie im Bildungssystem - Neue Verantwortungskultur; Integration - Migration sowie Lern- und Prüfungskultur - Leistungsbegriff in der Bildung". Hier sei deutlich zu spüren gewesen, dass "Schritt für Schritt etwas weiter geht", zeigte sich Schmied erfreut. Die einzelnen Vorschläge und Maßnahmen würden nun unverzüglich gesammelt und dokumentiert und anschließend der Expertengruppe vorgelegt, beschrieb die Bildungsministerin das weitere Procedere. Zudem werde der Dialog fortgesetzt - bereits am 31. März finde der nächste Schulgipfel statt. Diesmal zu dem zentralen Thema "Lebensort Schule - Arbeitsplatz Schule", so Schmied.

Schley erfreut über Aufbruchstimmung

Rundum positiv zum von der Bildungsministerin initiierten Schulgipfel äußerte sich auch Wilfried Schley, Moderator des Schulgipfels und Leiter der
bmukk-Leadership Academy: Er ortete "Aufbruchstimmung und viele Durchbrüche" bei der "gelungenen Premiere" des Schulgipfels. Bei allen AkteurInnen - Bildungssprecher, Vertreter der Expertenkommission, Schul- und Sozialpartner, Vertreter der Landesschulräte und des Stadtschulrates Wien, Rektoren der Pädagogischen Hochschulen, GewerkschaftsvertreterInnen und Experten des Bildungsministeriums - habe es so etwas wie "Stolz" darüber gegeben, dass "wir es gut gemacht haben und etwas entstanden ist, mit dem sich weiterarbeiten lässt", unterstrich Schley abschließend. (Schluss) mb

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